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Sony zahlt Kaliforniern 175 US-Dollar für Rootkit-CDs

Außerdem Strafzahlungen von 750.000 US-Dollar vereinbart. Im Verfahren um eine Sammelklage von kalifornischen Käufern der mit umstrittenen Kopiersperren versehenen CDs von Sony BMG steht laut US-Berichten eine Einigung bevor. Demnach soll Sony jedem Kunden, der eine der fraglichen CDs besitzt, 175,- US-Dollar Schadensersatz zahlen.
/ Nico Ernst
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Dies berichtet(öffnet im neuen Fenster) die Nachrichtenagentur Reuters mit Berufung auf den mit dem Verfahren betrauten Staatsanwalt Tom Papageorge. Demnach soll Sony BMG 750.000 US-Dollar für die Einstellung des Verfahrens an den US-Bundesstaat zahlen und zudem jeden Kunden mit 175,- US-Dollar entschädigen, der eine Beschreibung des Schadens liefert, der an seinem Computer durch die Kopiersperren aufgetreten sei. Sony BMG hatte den Kunden auf einer eigenen Webseite bereits ein ähnliches Angebot(öffnet im neuen Fenster) gemacht, das aber nur 7,50 US-Dollar und den Gratis-Download eines Albums aus Sonys Online-Shop als Entschädigung vorsah.

Laut Tom Papageorge hat Sony BMG in den USA rund 12,6 Millionen CDs mit der möglicherweise schadhaften Software verkauft, davon 930.000 in Kalifornien. Der Staatsanwalt erwartet, dass auch andere Sammelklagen wie die des Staates Texas und der US-Wettbewerbsbehörde FTC im Jahr 2007 gegen ähnliche Auflagen eingestellt werden. Die kalifornische Einigung ist jedoch noch nicht von einem Richter abgesegnet worden.

In den US-Klagen geht es unter anderem um die Kopiersperre " XCP ", die sich auf Standardinstallationen von Windows XP unbemerkt installiert und zahlreiche Hintertüren im System öffnet. Daher wurden die Routinen auch als "Rootkit" bezeichnet. Sie wird mittlerweile von den meisten Virenscannern auch als Schadsoftware erkannt.


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