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Interview: Der Herr der Navis

Konzeptzeichnung 2: Das Konzept des Personal Entertainment Book setzte auf eine CD zum Abspielen von Multimedia - erschwinglicher Flash-RAM-Speicher war vor elf Jahren noch nicht absehbar.
Konzeptzeichnung 2: Das Konzept des Personal Entertainment Book setzte auf eine CD zum Abspielen von Multimedia - erschwinglicher Flash-RAM-Speicher war vor elf Jahren noch nicht absehbar.
Golem.de: Und noch mal einige Jahre weiter gedacht?

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Kanwar Chadha: Meine Vision sind Geräte, die man anziehen wird, die sich in einer Uhr befinden. Ich denke an Uhren, die sich automatisch auf die lokale Zeit umstellen dank GPS. Es gibt zwar "anziehbare" GPS-Geräte, aber sie sind heute noch zu groß und unhandlich. Um solche Geräte wirklich alltagstauglich zu machen, müssen eine Menge Probleme gelöst werden. Etwa der Größenfaktor, man hat kaum noch Platz für Antennen. Und die Akkulaufzeit - kein Mensch würde seine Armbanduhr einmal täglich aufladen wollen, nur weil sie jetzt auch GPS bietet. Wir wollen es auch schaffen, dass die Geräte mittelfristig wirklich sofort ihre Position finden, egal, wo auf dem Planeten man gerade ist, und egal, ob man gerade einen langen Flug zurückgelegt hat. Aber das ist mit GPS oder Galileo allein nicht zu schaffen, dazu müssen auch andere Daten verwendet werden. Etwa das Mobilfunknetz, in das sich das Handy nach einem Flug einbucht - dadurch wüsste der GPS-Chip, in welchem Land er sich befindet, was die Satellitenortung sehr beschleunigen würde.

Golem.de: Ihre Firma hat ein Monopol bei den GPS-Chips. Liegt das vor allem daran, dass Sie so früh gestartet sind?

Kanwar Chadha: Ich möchte das nicht Monopol nennen, sondern Marktführerschaft. Es gibt keinen bestimmten Grund dafür. Wir hatten nur die Vision, wohin sich der GPS-Markt entwickeln würde. Das Militär hatte ganz andere Anforderungen an GPS, da ging es vor allem um den Schutz vor Störsignalen. Die Firmen für professionelle GPS-Geräte kümmerten sich um höchste Genauigkeit, machten aber eine für den Endkunden unrealistische Grundannahme: Dass das Gerät immer klare Sicht zum Himmel hat, also zu den GPS-Satelliten. Das ist in der Luft und auf dem Wasser so, aber nicht in Städten und auch nicht in fast allen anderen Terrains, in denen Konsumenten GPS benutzen wollen. Immer stören Bäume, Berge, Stadtschluchten, Tunnels, Brücken und so weiter. GPS war für solche Terrains nie gedacht, deshalb haben wir viel Zeit darin investiert, es durch bestimmte Algorithmen und Datenbanken doch tauglich für diese Einsatzgebiete zu machen.

Golem.de: Bestimmt halten Sie Ihre Mitbewerber auch durch die vielen Patente klein, die Sie besitzen.

Kanwar Chadha: Wissen Sie, wir wollen durch Leistung vorne bleiben, nicht durch Rechtsmittel. Unser Erfahrungsvorsprung ist einfach sehr groß, und zwar nicht nur bei der Hardware. Wir haben zum Beispiel auch komplexe Algorithmen und Datenbanken, die sich mit einzelnen Städten beschäftigen. Das Straßenbild von San Francisco etwa unterscheidet sich grundsätzlich von dem in München, also unterscheiden sich auch die Routinen zur Positionsbestimmung. Wir benutzen Pattern Matching, sehen uns also die Struktur eines Großraums an und ordnen ihn dann Archetypen wie "bewaldetes Gebiet" oder "amerikanische Metropole" zu. Solche Dinge zu kopieren, das ist sehr schwer, das dauert seine Zeit. Und das gibt uns unseren Vorsprung.

Golem.de: Wir danken für das Interview.

Ganz ohne Patentstreitigkeiten geht es offenbar nicht, denn nach dem Interview reichte SiRF in dieser Woche Klage ein gegen den Konkurrenten Global Locate und dessen Distributor. Der Vorwurf: Vier der US-amerikanischen GPS-Technologie-Patente (Nr. 7,091,904; 7,043,363; 6,850,557; 6,636,178) des Unternehmens sollen verletzt worden sein. SiRF will eigenen Angaben zufolge mit der Klage sowohl den Ersatz des entstandenen finanziellen Schadens als auch eine einstweilige Verfügung erreichen, um weiteren Patenrechtsverletzungen vorzubeugen.

"Die Einreichung dieser Klage zeigt unseren festen Willen, unser geistiges Eigentum zu schützen", betonte Nicolas S. Gikkas, Chief Intellectual Property Counsel. "SiRF nimmt seine Verantwortung gegenüber den Aktionären und Mitarbeitern enorm ernst und schützt das geistige Eigentum des Unternehmens, das mit hohem finanziellem Aufwand entwickelt oder eingekauft wurde. SiRF ist auch in Zukunft darauf bedacht, dass das geistige Eigentum, das unter anderem GPS-Komponenten und -Systeme betrifft, respektiert und ausschließlich von autorisierten Personen und Unternehmen genutzt wird."

[Das Interview führte Jörg Langer]

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Basenentzündung 22. Dez 2006

Selbstbläser? Wie geht das?

@ 21. Dez 2006

"Wissen Sie, da gibt es einmal die PR und dann die Rechtsabteilung..." - sorry und nichts...


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