Interview: Der Herr der Navis

Wie fast alle Mitbewerber setzt auch Fujitsu-Siemens bei ihren PDAs (hier: PocketLOOX N560) auf den SiRFStarIII-Chipsatz.
Wie fast alle Mitbewerber setzt auch Fujitsu-Siemens bei ihren PDAs (hier: PocketLOOX N560) auf den SiRFStarIII-Chipsatz.
Golem.de: Können Sie sagen, wieso Kfz-Navigationssysteme ab Werk so überteuert und veraltet wirken, wenn sie mit aktuellen PNA- oder PDA-Lösungen verglichen werden?

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Kanwar Chadha: Der traditionelle Innovationszyklus der Automobilindustrie ist sehr viel langsamer als in der Unterhaltungselektronik. Wir sprechen gerade mit den Autoherstellern über neue Produkte, aber da geht es um das Jahr 2010. Mit den PDA-Herstellern reden wir auch über neue Produkte, aber die werden bereits Mitte 2007 erscheinen. Die Autohersteller können nicht mithalten, da das Wagendesign viel früher beginnt und die Navigation nahtlos in das Innenraum-Design und die Elektronik integriert sein soll. Außerdem haben die Verbraucher eine ganz andere Erwartung an die Lebensdauer von Werkseinbauten: Sie fahren ein Auto sieben Jahre, also soll ein fest eingebautes Gerät zehn Jahre halten. Es müssen auch ganz andere Extremtemperaturen verkraftet werden bei einem Kfz-Gerät. Allein solche Qualitätssicherungsprozesse dauern ein Jahr - in dieser Zeit entwickeln PDA-Hersteller zwei komplette Geräte. An diesem grundsätzlichen Unterschied wird sich nichts ändern, weshalb ich glaube, dass es einen noch viel größeren Markt für portable Navigeräte gibt.

Golem.de: Aber die Autohersteller könnten doch standardisierte Ports einbauen. In die könnte man dann ein beliebiges portables Navigerät stecken, um es sicher zu befestigen und mit der Auto-Elektronik zu koppeln.

Kanwar Chadha: Das wird passieren, wenn sich die Automotive-Hersteller auf einen Standard einigen. Aber es wird dauern. Seit einiger Zeit gibt es Autoradios ab Werk, an die man seinen iPod anschließen kann. Etwas Ähnliches wird es auch für Navigeräte geben, wir reden gerade mit Herstellern über eine Kopplung per Bluetooth.

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Golem.de: Ihr aktuelles Produkt ist SiRFStarIII. Wann kommt IV?

Kanwar Chadha: Wir haben normalerweise drei bis vier Produktzyklen pro Technologiezyklus. Und für SiRFStarIII ist bereits der dritte Produktzyklus erreicht, es wird also nicht lange dauern. Version I kümmerte sich um das Problem der Stadtschluchten, in denen man zwar den Himmel sieht, aber nur einen Teil davon. Mit SiRFStar II lösten wir das Problem von Bäumen und Sträuchern, die das GPS-Signal stark abschwächen. Version III brachte zwei Dinge. Erstens: eine sehr schnelle Positionsbestimmung, gerade dann, wenn man ins Flugzeug steigt und dann in einem anderen Land sein Navi wieder einschaltet. Zweitens haben wir die Empfindlichkeit der Antenne erhöht, so dass die Navigeräte auch in Innenräumen funktionieren.

Golem.de: Was werden die Neuerungen in SiRFStarIV sein?

Kanwar Chadha: Zum einen startet Europa ja Galileo als Konkurrenz zu GPS, das wird der neue Chip also ebenfalls unterstützen. Zum anderen verbessern wir nochmals die Signalverarbeitung, so dass auch schlechte, also reflektierte Satellitensignale oft noch zur genauen Positionsbestimmung verwendet werden können. Der Trick ist, zu ermitteln, wann ein reflektiertes Signal noch gut genug ist und wann man es nicht mehr verwenden darf. Version IV wird natürlich auch noch schneller werden.

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