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Neues BIOS: Nvidia patcht Chipsatz 680i gegen Datenverlust

Wenige Mainboards von Problemen mit S-ATA-Laufwerken betroffen. Einige Mainboards mit Nvidias neuem Highend-Chipsatz 680i-SLI können Daten auf den daran angeschlossenen SATA-Festplatten ruinieren. Das Unternehmen gestand den Fehler gegenüber einer US-Webseite ein und liefert bereits ein BIOS-Update als Abhilfe.
/ Nico Ernst
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Der 680i-SLI ist Nvidias lange erwartete Antwort auf Intels Chipsätze der 965-Serie, er ist für die Core-2-Prozessoren und auch den ersten Quad-Core von Intel geeignet. Unbestätigten Angaben zufolge soll er auch mit den kommenden "Core 2 Quad" laufen, mit denen für das erste Quartal 2007 gerechnet wird.

Für das mit langer Lebenszeit geplante Flaggschiff-Produkt ist es folglich auch "peinlich" , so sagte ein Nvidia-Mitarbeiter im Interview(öffnet im neuen Fenster) mit der US-Site HardOCP, dass einige wenige Mainboards mit dem Chipsatz Datenverluste auf Serial-ATA-Festplatten erzeugen können. Den Redakteuren von HardOCP war zuvor in Tests aufgefallen(öffnet im neuen Fenster) , dass ein 680i-Mainboard des Herstellers "eVGA" nicht nur häufige Bluescreens produzierte, sondern auch teilweise nicht mehr von einer SATA-Platte booten wollte. Offenbar waren beim Schreiben auf die Festplatte Daten verloren gegangen, teilweise ist dabei wohl die logische Struktur des Laufwerks durcheinander geraten.

Wie Nvidias Chipsatz-Chef, Drew Henry, gegenüber HardOPC erklärte, liegt das Problem aber nicht am Chipsatz selbst, sondern im Design bestimmter Mainboards. Der Nvidia-Manager gab freimütig zu, dass es sich dabei nur um Boards handelt, die Nvidia selbst entworfen hat. Er nannte als Gegenbeispiele die Modelle "Striker Extreme", "P5N32-E SLI" und "P5N-E SLI" von Asus mit dem 680i, welche den Fehler nicht aufweisen würden. Auch HardOCP hatte in seinen Tests mit den Asus-Boards keine Probleme.

Als Lösung hat Nvidia zusammen mit eVGA eine Beta-Version des neuen BIOS in der Version P23(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, welche die SATA-Fehler beheben soll. Laut Drew Henry gehen dabei weder Funktionen noch Leistung verloren und es soll sich nicht um einen "Workaround" handeln. Das BIOS läuft - wie bei Mainboards üblich - aber nur auf dem betroffenen Board. Es erschien auch erst am 18. Dezember 2006 - wer also Fehler bei einem anderen 680i-Board befürchtet, sollte bei seinem Mainboard-Hersteller nach einem aktualisierten BIOS mit den neuen SATA-Timings fragen.


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