Microsoft: Hardware-Liste für Vista mit Lücken
Eigentlich soll die "Windows Vista Hardware Compatibility List" ( HCL(öffnet im neuen Fenster) ) erlauben herauszufinden, welche Hardware mit Vista läuft. Durch ein neues Treibermodell lassen sich die Treiber von Windows XP nicht mehr mit Vista benutzen, so dass Software-Unterstützung durch den Hersteller einer Hardware zwingend erforderlich ist.
Die Einträge der HCL widersprechen sich jedoch zum Teil. Als Beispiel sei hier das nicht existente Treiberpaket für den Chipsatz "nForce2" von Nvidia genannt. Wie der Hersteller selbst in seiner Liste der Vista-kompatiblen Chips(öffnet im neuen Fenster) anführt, gibt es keinen Treiber für den nForce2. Sucht man jedoch in der HCL nach "nforce", stößt man auf einen Eintrag(öffnet im neuen Fenster) , der Kompatibilität vortäuscht – er bezieht sich jedoch nur auf eine "Network Card", gibt aber auch nicht an, auf welche genau.
Der USB-2.0-Controller des nForce2 ist laut der HCL jedoch inkompatibel zu Vista, der Speicher-Controller des "nForce 220" soll jedoch mit dem neuen Windows laufen und laut der Datenbank(öffnet im neuen Fenster) sogar in der Auslieferungsversion enthalten sein. Wer in der Liste auf den Eintrag "No Logo" klickt – also nach Produkten sucht, die das Siegel "Designed for Windows" nicht erhalten haben -, findet sogar einzelne Treiber wie "INVALID DESCRIPTION", die ironischerweise aber unter der 32-Bit-Version von Vista laufen sollen, nicht aber unter 64-Bit-Vista.
Der verbreitete Lowcost-Chipsatz "SiS 650" wiederum läuft laut der HCL(öffnet im neuen Fenster) nur mit Vista-64 und muss über das Online-Update des Betriebssystems beschafft werden. Ein anderer Eintrag(öffnet im neuen Fenster) listet alle SiS-Chipsätze vom 650 bis zum 760 als kompatibel mit beiden Vista-Versionen, so denn der Treiber über Windows Update heruntergeladen wird.
Sehr viel Sinn ergibt die HCL damit nicht. Nach den bisherigen Erfahrungen ist der " Windows Vista Upgrade Advisor(öffnet im neuen Fenster) " etwas zuverlässiger, ihm muss man aber eine langwierige Untersuchung des Rechners gestatten.