Internet-Nutzer: Ihr seid die Person des Jahres 2006

Time Magazine kürt die Mitglieder des Informationszeitalters

"Ja, Du. Du kontrollierst das Informationszeitalter, willkommen in Deiner Welt", mit diesen Worten begrüßt das US-amerikanische Time Magazine in diesem Jahr die Person des Jahres. Oder vielmehr, die Personen des Jahres, denn im Jahr 2006 sind alle Internetnutzer gekürt - das Stichwort Web 2.0 spielt dabei auch eine Rolle.

Artikel veröffentlicht am ,

Es ist nicht das erste Mal, dass das Time Magazine eine bestimmte Personengruppe anstatt einzelner Personen auswählt, die das Leben auf der Erde im Guten wie im Schlechten beeinflussen. In diesem Jahr gab es laut Time durchaus Individuen, die für viele schmerzhafte und erschreckende Dinge verantwortlich gemacht werden könnten, die 2006 passierten.

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Der blutigere Irak-Krieg, die Auseinandersetzung zwischen Israel und dem Libanon, der anhaltende Krieg im Sudan, nordkoreanische Atombomben und Irans Gelüste nach ebensolchen werden von der Time-Redaktion beispielhaft genannt. "In der Zwischenzeit hat keiner die globale Erderwärmung in Ordnung gebracht und Sony nicht genügend PlayStation 3 gefertigt", so Roman-Autor und Redakteur Lev Grossman im Time-Artikel zur Person des Jahres 2006.

Wer jedoch 2006 aus einem anderem Sichtwinkel betrachte, sehe eine andere Geschichte. Eine, die sich nicht um Konflikte oder herausragende Männer drehe. "Es ist eine Geschichte über Gemeinschaft und eine Zusammenarbeit einer Größenordnung, die nie zuvor gesehen wurde", heißt es im Time Magazine. Websites wie Wikipedia, YouTube und MySpace, Open-Source-Software, das gemeinschaftliche Ringen vieler um die Entmachtung weniger und das entgeltlose gegenseitige Helfen würden nicht nur die Welt verändern, sondern auch die Art und Weise, wie sich die Welt verändere.

Möglich würde das alles durch die Entwicklung des World Wide Web, wobei nicht verwundert, dass auch hier das viel gehypte Schlagwort Web 2.0 auftaucht. Die Möglichkeit zur Beteiligung und zur Zusammenarbeit würden eine Revolution auslösen, so Grossmann. Genannt werden dementsprechend auch soziale Netzwerke, Beurteilungen in Online-Shops, die vielen Blogs und Podcasts oder Online-Spiele. Die Denker, Genies und Träumer müssten lernen, mit anderen zu spielen. Die Explosion der Produktivität und Innovationen würde gerade erst starten, da Millionen von zuvor unbeachteten Menschen in die globale intellektuelle Wirtschaft zurückgeholt würden.

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Auch wenn die Weisheit der Massen durch Web 2.0 eingespannt würde, auch wenn einige Beiträge auf YouTube alleine wegen der Grammatik um die Zukunft der Welt weinen lassen würden, Obszönitäten und der nackte Hass im Internet zu finden sind, macht es das riesige soziale Experiment Grossmann zufolge nur noch interessanter - wie bei einem Organismus gebe es keine Straßenkarte, aber doch Ideen, wie es weitergehen könnte. Und die Möglichkeit für eine neue Art des internationalen, zwischenmenschlichen Verständnisses, hofft die Time-Redaktion.

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rollmuff 08. Mai 2007

lieber pizzaMampf stimmt ja alles, was du schreibst. aber ich muss nun einfach auch mal...

r4nt4npl4n 19. Dez 2006

wie wär's mit i2p ^^ ohne technisches Interesse ist das nicht zu konfigurieren und für...

r4nt4npl4n 19. Dez 2006

Allerdings bieten diese Plattformen auch die Möglichkeit sich negativ über Produkte zu...

youth bulge 18. Dez 2006

... Danke!

Ranjid-IT 18. Dez 2006

Ach, ist das alles schön... Vodafone hat nun mehr als 30 Millionen Kunden (die Kosten für...



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