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Counter-Strike bald mit Werbung

Zusätzliche Einnahmen könnten auch zur Förderung von Mods dienen. Dass Valve Software in Zusammenarbeit mit dem Vermarkter IGA Worldwide Werbung in seine Spiele bringen will, ist bereits bekannt. Nun hat Valves Marketing-Chef Doug Lombardi gegenüber der Fansite CS-Nation angekündigt, dass der beliebte Netzwerk-Shooter Counter-Strike 1.6 in Kürze mit Werbung versehen werden wird.
/ Christian Klaß
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Als wichtigsten Grund dafür, warum Valve nicht zuerst Counter-Strike: Source (CS: Source), Condition Zero oder ein aktuelleres Spiel mit Werbung versehen wird, nannte Lombardi die große Reichweite von Counter-Strike 1.6 (CS 1.6). "Counter-Strike ist das größte Online-Action-Spiel der Welt" , so Lombardi gegenüber CS-Nation(öffnet im neuen Fenster) .

Gleichzeitig soll anhand von Counter-Strike das Thema Online-Werbung erst einmal im großen Maßstab auf Erfolg und Misserfolg getestet werden, bevor weitere Spiele ebenfalls mit Werbung versehen werden. "Nun ist der richtige Zeitpunkt, Werbung in einem unserer Spiele auszuprobieren" , so der Marketing-Chef. Durch Werbung unterstützte Geschäftsmodelle würden in der Software-Industrie seit Jahren funktionieren, als Beispiel nennt Lombardi Google.

Lombardi zufolge steht zwar noch kein Datum fest, ab wann die Werbung in Counter-Strike eingeblendet wird. Er geht aber davon aus, dass es Anfang nächsten Jahres so weit sein wird. Um die ins Spiel eingeblendete Werbung werden Counter-Strike-Fans dann nicht herumkommen, sie ist laut Lombardi "nicht optional" .

Von der Werbung soll allerdings nicht nur Valve profitieren, sondern auch die Modding-Community, die eigene Erweiterungen für das Spiel erstellt oder ganz eigene Spielinhalte schafft. Lombardi: "Wenn das Experiment der Werbung in CS 1.6 erfolgreich ist, dann könnte es sein, dass wir wegen der Werbeeinnahmen dem nächsten Schwung von erfolgreichen Mods aufhelfen können."

Man sei ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um es Mod-Autoren zu ermöglichen, ihre Arbeit zu Geld zu machen. Die Finanzierung eines Spieleprojekts sei in der Regel ein Henne-Ei-Problem. "Ohne ein großartiges Produkt zu haben, gibt es keine Finanzierung, doch ohne Geld von der Bank lässt sich auch nichts Großartiges entwickeln" , betont Lombardi.


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