XenSource mit Windows-Virtualisierung
Das Kernprodukt ist weiterhin XenEnterprise , mit dem sich auf einem x86-Linux-Host verschiedene Betriebssysteme virtualisieren lassen. Dazu zählen auch Linux und Windows. Vor allem der Betrieb mehrerer Gäste auf einem physischen Server steht dabei im Vordergrund. In der ersten Jahreshälfte 2007 soll die Software neue Funktionen wie Live-Migration, 64-Bit-Unterstützung sowie Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit erhalten.
Neu ist hingegen der XenServer, der nur Windows als Gastbetriebssystem unterstützt. Auch diese Xen-Variante nutzt dabei die Virtualisierungstechniken Intel VT bzw. AMD-V, erlaubt aber maximal acht virtuelle Maschinen auf einem physischen Server. Entsprechende Verwaltungssoftware ist in XenServer ebenfalls enthalten. XenServer wird wie auch XenEnterprise auf Abonnementbasis angeboten und kostet 99,- US-Dollar für zwei CPU-Sockel pro Jahr. Damit ist das Produkt deutlich günstiger als XenEnterprise, das für einen Server mit zwei CPU-Sockeln mit 488,- US-Dollar für ein Jahresabonnement zu Buche schlägt.
Mit XenExpress hat XenSource nun außerdem ein kostenloses Produkt im Sortiment, das sowohl Windows- als auch Linux-Gäste unterstützt, jedoch auf einen Server und vier virtuelle Maschinen beschränkt ist. Der Funktionsumfang soll ansonsten mit XenEnterprise identisch sein, ein Update auf XenServer oder XenEnterprise ist einfach per Lizenzschlüssel möglich. Ohnehin basieren jedoch alle XenSource-Produkte auf der Open-Source-Software Xen , die ebenfalls die Virtualisierung von Windows und Linux erlaubt. So möchte XenSource mit dem kostenlosen XenExpress wohl eher Anwender für die kommerziellen Produkte locken – eine Strategie, die beispielsweise VMware schon länger anwendet.



