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Projekt "Larrabee" - Intel will Grafik in CPU integrieren

Neue Hinweise auf Entwicklung von Grafikfunktionen bei Intel. Die bereits seit Monaten durch Stellenanzeigen geisternde "Larrabee Development Group" bei Intel macht erneut von sich reden. Das Unternehmen sucht zahlreiche erfahrene Entwickler von Hard- und Software für Computergrafik. Eine der Einstellungsbedingungen: Erfahrung mit GPU- und CPU-Designs. Wie inzwischen von Intel bestätigt ist, sollen diese beiden Teile in einen Chip gepackt werden.
/ Nico Ernst
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Bei Intel haben fast alle Entwicklungen dreibuchstabige Abkürzungen, die so genannten "Three Letter Acronyms" – und auch dafür gibt es Intel-intern ein Kürzel: TLA. Eines der neuen TLAs lautet "LDG", wie einer Stellenanzeige(öffnet im neuen Fenster) bei Carreerbuilder.com zu entnehmen ist. Es steht für die "Larrabee Development Group", die, so die Ausschreibung, "die nächste Generation von führenden Grafiktechnologien" entwickeln soll.

So richtig Fahrt nimmt eine Intel-Abteilung aber erst auf, wenn sie statt des Codenamens auch eine griffige Marketing-Bezeichnung hat. So nennt Intel in seiner eigenen Jobbörse in einer Anzeige(öffnet im neuen Fenster) auch als Einsatzbereich eines "Graphics System Architect" die bisher nicht bekannte "Visual Computing Group" in Oregon – wo schon der Pentium 4 entwickelt wurde.

Besonders interessant an den Stellenangeboten von Intel ist, dass die Ingenieure sowohl Erfahrung mit der Entwicklung von Grafikprodukten als auch mit Prozessoren mitbringen müssen. Das deutet darauf hin, dass Intel AMDs Projekt 'Fusion' kontern will, indem Grafikfunktionen Einzug in die CPU halten.

Wie die britische Webseite "The Register" unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll das Projekt Larrabee in den vergangenen Wochen von Intel kräftig angeschoben worden sein. Ein Team aus hochkarätigen Grafikentwicklern sei bereits zusammengestellt worden, weitere würden gesucht. Das bestätigen auch Intels aktuelle Stellenanzeigen, die von Ende November datieren. Den ersten "Grapics System Architect" hatte Intel bereits im August 2006 gesucht.

Dennoch ist noch nicht abzusehen, ob Intel auch nach dem Markt für Highend-Grafik greift. Dass man jedoch nicht mehr nur Grafik in Chipsätze integrieren will, sondern auch "diskrete Grafik", also externe Prozessoren bauen wird, ist bereits klar – und auch, dass diese Designs dann in den Prozessor kommen. Die "Visual Computing Group" (VCG) bei Intel gibt auf ihrer eigenen Webseite(öffnet im neuen Fenster) an: "Die VCG wird sich anfangs auf diskrete Grafikprodukte konzentrieren, aber auch die bisherigen Pläne erweitern, um die Integration in die CPU zu beschleunigen."


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