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Fujifilm lüftet Geheimnisse um 12-Megapixler FinePix S5 Pro

3 Bilder/Sekunde und 20 Stück RAW+JPEG-Aufnahmen hintereinander. Fujifilm hat weitere Informationen zu seiner digitalen Spiegelreflexkamera FinePix S5 Pro mitgeteilt. Bislang war wenig über das Modell bekannt, dessen Entwicklung zur Photokina 2006 angekündigt wurde. Die Kamera löst die FinePix S3 Pro ab und ist mit einem 12-Megapixel-CCD-Sensor von Fuji ausgerüstet. Durch die Einteilung in 6,17 Millionen S-Pixel (für normale Bildinformationen) und die gleiche Anzahl so-genannter R-Pixel (für besonders helle Bildbereiche) soll ein hoher Dynamikumfang erreicht werden.
/ Andreas Donath
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Die Kamera besitzt ein Nikon-F-Bajonett und kann Nikkor-AF-D/G- und AF-S-Objektive dieses Herstellers nutzen. Die Kamera soll Lichtempfindlichkeiten bis zu ISO 3.200 erlauben. Durch den neuen Low-Pass-Filter sollen sowohl Moiré-Effekte als auch Bildrauschen reduziert werden, teilte der Hersteller mit. Bei der aktiven Rauschreduktion hilft natürlich auch ein Bildverarbeitungsprozessor.

Die Gewichtung der S-und R-Pixel des Kamerasensors kann der Fotograf erstmalig selbst festlegen. Neben einer Automatik-Einstellung gibt es sechs Voreinstellungen. Je Einstellung wird das Bild, das von den R-Pixeln erzeugt wird, mehr oder weniger stark gewichtet.

Die so genannte "Brennweitenverlängerung", die durch den im Vergleich zu 35-mm-Kleinbild deutlich kleineren Sensor mit 23 x 15,5 mm Größe entsteht, entspricht dem Faktor 1,5. Das 2,5-Zoll-Display soll eine Auflösung von 230.000 Pixeln erreichen. Für die Farbwiedergabe gibt es fünf verschiedene Einstellungen in der Kamera – so soll die Charakteristik diverser Filme ermöglicht werden. Der "Fujichrome"-Modus soll beispielsweise die besonders leuchtenden Farben des Fujichrom-Dia-Films simulieren.

Die FinePix S5 Pro speichert RAW- und JPEG-Daten gleichzeitig mit einer maximalen Auflösung von 4.256 x 2.848 Pixeln. Sie kann vom PC und Mac aus ferngesteuert werden und arbeitet mit elf Autofokus-Messfeldern. Die Kamera erreicht Verschlusszeiten von 1/8.000 bis 30 Sekunden und weist eine Blitz-Synchronisation bis 1/250 Sekunde auf. Der Verschluss soll bis zu 100.000 Auslösevorgänge aushalten, bevor er überholt werden muss.

Der integrierte Blitz arbeitet mit Leitzahl 12 und ist für Objektive ab 20 mm Brennweite geeignet. Dazu kommt ein Zubehörschuh für den externen Blitz. Serienaufnahmen sind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3 Bilder/Sekunde möglich. Der Pufferspeicher reicht bei niedrigster JPEG-Kompression und gleichzeitiger RAW-Aufnahme für 20 Bilder hintereinander. Danach wird eine Speicherpause nötig sein. Der Puffer reicht bei ausschließlichen RAW-Aufnahmen ohne JPEGs für 24 Aufnahmen aus.

Die Kamera verfügt als erste digitale Spiegelreflexkamera über eine Gesichtserkennung. Auf Wunsch werden bis zu zehn Gesichter erkannt. Die Kamera versucht, auf diese scharf zu stellen und die Belichtung so auszurichten, dass die Gesichter richtig belichtet sind. Die erkannten Gesichter kann die Kamera im Display anzeigen und umrahmen.

Außerdem verfügt sie über eine 3D-Matrix-Belichtungsmessung, mittenbetonte Messung und Spotmessung. Sie bietet vier Belichtungsprogramme (AE-Multiprogrammautomatik, AE-Blendenautomatik, AE-Zeitautomatik und manuelle Belichtung) und verschiedene Möglichkeiten für den Weißabgleich.

Die Kamera bietet als Diebstahlschutz und auch für diejenigen, die nicht wollen, dass Dritte Einstellungen ändern, eine dreistufige Funktionssperre mit Passwortschutz. Die S5 Pro speichert auf Compact-Flash-Karten vom Typ I/II und auf Microdrives. Die Stromversorgung erfolgt mittels Lithium-Ionen-Akkus. Eine Ladung soll für ca. 400 Aufnahmen ausreichen. Wie die angekündigte Kommentarfunktion per optionalen Barcode-Scanner konkret funktioniert, teilte der Hersteller noch nicht mit.

Das Gehäuse der Kamera, das auf einer Magnesium-Legierungskonstruktion basiert, ist spritzwassergeschützt und stoßfest. Die FinePix S5 Pro misst 147 x 113 x 74 mm bei einem Leergewicht von 830 Gramm. Die S5 Pro soll im Februar 2007 erscheinen. Den Preis hält Fujifilm noch unter Verschluss.


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