Linux-Kernel 2.6.20 unterstützt die PlayStation 3
Mit der "Open Platform" ermöglicht Sony die Installation eines weiteren Betriebssystems auf der PlayStation 3. Hierfür sind der von Sony angebotene "Other OS Installer" sowie ein Bootloader vom jeweiligen Betriebssystem-Anbieter nötig. Patches für den Linux-Kernel 2.6.16 und 2.6.19 sowie Linux-Programme veröffentlichte Sony bereits zuvor auf der Webseite Powerdeveloper.org(öffnet im neuen Fenster) . Die kommerzielle Linux-Distribution Yellow Dog nutzt diese beispielsweise in ihrem Linux-Kernel 2.6.16.
Im Rahmen der Entwicklung an der nächsten Kernel-Version 2.6.20 hat Linus Torvalds Sonys Patches nun auch in den offiziellen Kernel integriert(öffnet im neuen Fenster) . Dabei gewährt Sony den Zugriff auf die Hardware allerdings nur über einen Hypervisor, virtualisiert sie also. Zwar sollen Schnittstellen wie Bluetooth, Netzwerk und WLAN direkt zugänglich sein, die Nutzung des Grafikchips unterbindet Sony so hingegen. Da nur ein Framebuffer zur Verfügung steht, kann weder 2D- noch 3D-Hardwarebeschleunigung genutzt werden.
Durch die Aufnahme der Patches in den offiziellen Kernel sollte sich prinzipiell jede für PowerPC verfügbare Linux-Distribution im Zusammenspiel mit dem Linux-Kernel 2.6.20 auf der PS3 einrichten lassen. IBM bietet Entwicklern ein Cell-SDK an, damit diese ihre Programme für den Cell-Prozessor optimieren können.



