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Neuer Ethernet-Standard soll 100 GBit/s erreichen

IEEE nimmt Arbeit an neuer Spezifikation auf. Über Glasfasern soll bis zum Jahr 2010 ein Ethernet-Netzwerk bis zu 100 Gigabit pro Sekunde übertragen können. Das "Institute of Electrical and Electronics Engineers" (IEEE) hat dafür eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die auch schon erste Erfolge vorweisen kann.
/ Nico Ernst
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Bereits seit der Mitte des Jahres 2006 forscht die Arbeitsgruppe "802.3 Higher Speed Study Group" (HSSG) an schnelleren Varianten von Ethernet, das bisher über Glasfasern bis zu 10 GBit/s erreicht. In einer am 6. Dezember 2006 abgehaltenen Telefonkonferenz wurden auch erste Versuche(öffnet im neuen Fenster) demonstriert: So gelang es über ein bestehendes Glasfasernetz von 2.000 Kilometern Daten mit 100 GBit/s zu übertragen. Auf der physikalischen Ebene an den Endpunkten wurden dabei bisherige Ethernet-Technologien verwendet, obwohl die Übertragung über mehrere Fasern verteilt lief. Die Kompatibilität mit bisherigen 802.3-Standards ist auch oberstes Ziel der Entwicklung.

Die bisherigen Tests stimmen die HSSG optimistisch. So sagte auch der Leiter der Arbeitsgruppe, John D'Ambrosia, gegenüber dem US-Magazin Network World(öffnet im neuen Fenster) , dass man bisherige Ideen wie eine Beschränkung auf 40 GBit/s verworfen habe. Mitte 2007 will die IEEE eine formale "Task Force" für 100 GBit/s einrichten, die als Ziel die Übertragung mit der angepeilten Geschwindigkeit über knapp 10 Kilometer hat. Mit einer Verabschiedung eines Standards rechnet D'Ambrosia bis spätestens 2010.


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