Abo
  • Services:

Regierung verteidigt Gesetzentwurf zur Computerkriminalität

Software-Analyse von Sicherheitslücken soll erlaubt bleiben

Mit ihren Plänen zur Bekämpfung von Computerkriminalität ist die Bundesregierung auf heftige Kritik gestoßen. In einer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates weist die Bundesregierung die Kritik in weiten Teilen zurück. Befürchtungen, Software-Analyse von Sicherheitslücken werde kriminalisiert, seien nicht zutreffend.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Bundesrat hatte in seiner Stellungnahme vom 3. November 2006 auf die Gefahr hingewiesen, dass durch eine weite Tatbestandsfassung auch Handlungen unter Strafe gestellt werden könnten, bei denen dies gar nicht beabsichtigt ist. So sei beispielsweise mit der Neufassung des § 202a StGB das vorgesehene "Hacking", also das unbefugte Eindringen in fremde Computersysteme durch Missbrauch der modernen Kommunikationsmöglichkeiten, besser zu erfassen, jedoch reiche die vorgesehene Strafbarkeit weit über solche Konstellationen hinaus. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass der Entwurf auf den Zugang zu Daten abstellt, kaum aber noch elektronische Geräte existieren, die ohne Datenspeicherung und -verarbeitung auskommen.

Beispielsweise würde sich nach dem Entwurf wohl strafbar machen, wer sich Zugang zu dem von seinem Kind verschlossenen MP3-Player verschafft, um die darauf gespeicherten Musikstücke anzuhören, so der Bundesrat. Gleiches gelte für Jugendliche, die sich das von ihren Eltern an einem "vermeintlich" sicheren Ort verwahrte Passwort für nicht jugendfreie Sendungen im Pay-TV verschaffen und sich verbotener Weise eine solche Sendung ansehen.

Die Bundesregierung sieht dies anders: Die vom Bundesrat angesprochenen Fälle der bloßen Ingebrauchnahme von gesicherten elektronischen Geräten gegen den Willen des Berechtigten würden durch das Tatbestandsmerkmal der "besonderen Zugangssicherung" aus dem Anwendungsbereich des § 202a StGB herausgefiltert, die nicht geändert werde. Geändert werden solle lediglich das Merkmal der "Datenverschaffung": So soll künftig die Verschaffung des Zugangs zu Daten ausreichend sein, was auf die vom Bundesrat angeführten Fälle aber keine Auswirkungen habe.

Regierung verteidigt Gesetzentwurf zur Computerkriminalität 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 17,99€
  2. 4,99€
  3. (-15%) 12,74€

Tritop 25. Mai 2007

http://www.ccc.de/updates/2007/paragraph-202c

Core²Duo 07. Dez 2006

Jau, das kommt ja auch noch dazu. War selbst mal betroffen und musste nach einiger...

e-user 07. Dez 2006

Ein Bleistift kann, situationsabhängig, effektiver zu einem erfolgreichen Mord...

BKA 07. Dez 2006

Www.eschlonz.de muss sofort sperren und Dainel Goerse (Düsseldorf) muß ins Gefängnis...

oni 07. Dez 2006

Ja. Mir aber auch egal. Ich habe auch letztens einem Freund, der sein WLAN nur mit WEP...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Openbook ausprobiert: Wie Facebook, nur anders
Openbook ausprobiert
Wie Facebook, nur anders

Seit gut drei Wochen ist das werbe- und trackingfreie soziale Netzwerk Openbook für die Kickstarter-Unterstützer online. Golem.de ist dabei - und freut sich über den angenehmen Umgangston und interessante neue Kontakte.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Hack Verwaiste Twitter-Konten posten IS-Propaganda
  2. Openbook Open-Source-Alternative zu Facebook versucht es noch einmal
  3. Klage eingereicht Tinder-Mitgründer fordern Milliarden von Mutterkonzern

Leistungsschutzrecht: Das Lügen geht weiter
Leistungsschutzrecht
Das Lügen geht weiter

Selbst nach der Abstimmung über die EU-Urheberrechtsreform gehen die "Lügen für das Leistungsschutzrecht" weiter. Auf dieser Basis darf die Regierung nicht final den Plänen zum Leistungsschutzrecht zustimmen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrechtsreform Was das Internet nicht vergessen sollte
  2. Urheberrecht Uploadfilter und Leistungsschutzrecht endgültig beschlossen
  3. Urheberrecht Merkel bekräftigt Zustimmung zu Uploadfiltern

Audiogesteuerte Aktuatoren: Razers Vibrationen kommen aus Berlin
Audiogesteuerte Aktuatoren
Razers Vibrationen kommen aus Berlin

Hinter Razers vibrierenden Kopfhörern, Mäusen und Stühlen steckt eine Firma aus Berlin: Lofelt produziert die Aktuatoren, die durch Audiosignale zur Vibration gebracht werden. Die Technik dahinter lässt sich auch auf andere Bereiche anwenden, wie wir uns anschauen konnten.
Von Tobias Költzsch

  1. Onlineshop Razer schließt belohnungsbasierten Game Store
  2. Raptor 27 Razer stellt seinen ersten Gaming-Monitor vor
  3. Turret Razer stellt offizielle Tastatur und Maus für Xbox One vor

    •  /