OpenSuse 10.2 veröffentlicht

Erste Version unter neuem Namen

Sieben Monate sind seit der Veröffentlichung von Suse Linux 10.1 vergangen. Nun steht mit OpenSuse 10.2 nicht nur eine neue Version der Suse-Distribution zum Download bereit, sondern auch die erste, die unter diesem Namen firmiert. Große Neuerungen bringt OpenSuse dabei nicht mit, die Entwickler konzentrierten sich mehr darauf, die Pakete auf den aktuellen Stand zu bringen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Während Suse Linux 10.1 noch mit neuen Funktionen wie der Virtualisierungslösung Xen oder der Sicherheitssoftware AppArmor aufwartete, arbeiteten die Entwickler bei OpenSuse 10.2 eher daran, neue Versionen der Software zu integrieren. Die neue Version der Distribution nutzt den Linux-Kernel 2.6.18.2, der nur noch in einer Variante für Multiprozessor-Systeme enthalten ist. Damit gibt es keinen extra SMP-Kernel, aber auch keinen extra Kernel mehr für Rechner mit nur einer CPU. Die Glibc 2.5 und eine Vorabversion des GCC 4.1.3 sind ebenso in OpenSuse 10.2 zu finden wie der X-Server X.org 7.2 in einer Entwicklungsversion.

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Die Desktop-Oberfläche KDE ist in der Version 3.5.5 Teil von OpenSuse, während GNOME 2.16.1 enthalten ist. Bei beiden Desktop-Oberflächen nutzt Suse ein neues Startmenü. Als Alternative ist auch Xfce 4.2.3 im Angebot. In Verbindung mit Compiz 0.2 sollen die 3D-Effekte auf dem Desktop besser funktionieren als in der Vorgängerversion.

Zudem liefert OpenSuse 10.2 Software wie OpenOffice.org 2.0.4, KOffice 1.6, Mozilla Firefox 2.0 sowie Mozilla Thunderbird 1.5.0.8 mit. SeaMonkey kommt in der Version 1.0.99 daher, OpenSSH in der Version 4.4p1 und Evolution 2.8.2 ist ebenso in OpenSuse enthalten. Für den Einsatz auf Servern gehören unter anderem der Apache-Webserver 2.2.3, Perl 5.8.8, PHP 5.2, Samba 3.0.23d, MySQL 5.0.26 sowie PostgreSQL 8.1.5 zu OpenSuse. Damit zeigt sich die Distribution größtenteils auf dem aktuellen Stand.

Die Distribution erlaubt nun auch den Einsatz mehrere verschiedener GCC-Version parallel und nutzt OpenSync als Ersatz für MultiSync. Auch der Paketmanager-Stack wurde überarbeitet, passend dazu gibt es ein neues Desktop-Applet, das über Updates informiert. Mit Zypper gibt es ferner eine neue Konsolenapplikation zur Paketverwaltung. Dabei nutzt OpenSuse nicht mehr den ZENworks Management Daemon, der auch nach Erscheinen von Suse Linux 10.1 noch für etliche Probleme sorgte. Der HAL-Daemon wurde zudem um Energiesparfunktionen erweitert.

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Auch OpenSuse 10.2 liefert wie frühere Versionen ausschließlich freie Software mit, allerdings steht ein Archiv mit Programmen zur Verfügung, die nicht unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden. Zudem enthält OpenSuse keine Treiber, die nicht unter der GPL stehen. Nutzer müssen sich also beispielsweise die Grafikkartentreiber von ATI und Nvidia selbst aus dem Internet laden. Gleiches gilt beispielsweise für die ISDN-Treiber von AVM.

Die Entwickler geben auch zu, dass noch einige Fehler in OpenSuse 10.2 enthalten sind. Entsprechende Korrekturen sollen als Updates nachgereicht werden. Insgesamt 2 Jahre soll die Distribution mit Sicherheitsupdates und sonstigen Fehlerkorrekturen versorgt werden.

Die fertige Version von OpenSuse 10.2 steht ab sofort auf den FTP-Servern und per BitTorrent für x86, x86-64 und PPC zum Download bereit. Die Distribution verteilt sich auf fünf ISO-Images, zusätzlich gibt es auch ein DVD-Image. Noch vor Weihnachten soll im Handel außerdem die Box-Version verfügbar sein.

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LianLi 18. Jan 2007

Du beliebst zu scherzen! Gerade 10.1 machte ja ungeliebte Bekanntschaft mit einer...

Wintermärchen 08. Dez 2006

Wohingegen sie _im_ Krieg nur Schokolade und Bonbons verteilt haben, oder wie? Aber laßt...

Suses Ex 08. Dez 2006

Also bitte! Das kann JEDE Distri! (Wenn das Paketmanagement klappt.)

Crazy Pinguin 08. Dez 2006

Du kannst es auch mal ohne eine kleine FAT Partition (/boot) probieren, vielleicht funzt...



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