Abo
  • Services:

Kritik an Becksteins Verbotsvorschlägen für "Killerspiele"

Killerspielverbot: Hilflos und an den wahren Ursachen vorbei

Bayerns Innenminister Günther Beckstein stößt mit seinem Plan, Killerspiele durch eine Veränderung des § 131 StGB zu verbieten, auf teilweise heftige Kritik. Es sei "ein Irrglaube anzunehmen, dass sich durch Verbote von Spielen Amokläufe verhindern ließen", heißt es von Seiten der Grünen.

Artikel veröffentlicht am ,

Becksteins Pläne packen die wahren Ursachen für Amokläufe wie den von Emsdetten nicht an der Wurzel, heißt es in einer Stellungnahme von Grietje Bettin, medienpolitische Sprecherin, und Kai Gehring, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Schillergesellschaft e.V., Marbach am Neckar
  2. Continental AG, Nürnberg

Die viel wichtigeren Fragen bleiben ungestellt, so die beiden: "Wie kam der Täter an echte Waffen? Wie konnte dieser junge Mensch einen solchen Hass entwickeln? Welche Sensoren und Frühwarnsysteme brauchen wir, um gefährdete Jugendliche aus sozialer Isolation herauszuholen?"

Auch wenn Gewalt in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen nichts zu suchen haben, so seien Gewaltdarstellungen in den Medien dennoch allgegenwärtig. Daher bedürfe es einer alle Medien betreffenden Debatte.

SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz nannte die Verbotsdebatte gegenüber Welt.de "vordergründig und hilflos". Vielen Politikern falle nach Vorfällen wie in Emsdetten einfach nichts Besseres ein.

Auch die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) nannte die bayerische Initiative überflüssig. "Deutschland hat weltweit das strengste Jugendmedien-Schutzsystem", sagte USK-Chefin Christine Schulz der Netzeitung. Sie verwies dabei auf das bereits im Strafgesetzbuch verankerte Verbot von Gewalt verherrlichenden Computerspielen.

Bei dem Kölner Medienpädagogen Professor Wolfgang Kaminski stieß der Vorstoß Becksteins auf Skepsis. "Wir können in einer demokratischen Gesellschaft nicht, wenn Dinge einer Gruppe von Menschen nicht passen, alles verbieten", sagte Kaminski im ZDF. Auch sei das viel diskutierte Computerspiel "Counterstrike" nicht mehr als "Räuber und Gendarm auf dem Bildschirm". Dass da virtuell geschossen werde, sei nicht viel anders als das, was uns James Bond aktuell auf der Leinwand zeigt.

Beckstein hat einen Gesetzentwurf zum Verbot von "Killerspielen" zur Diskussion gestellt. Darin heißt es: "Wer Computerspiele, die es den Spielern als Haupt- oder Nebenzweck ermöglichen, eine grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeit gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben, verbreitet, [...] herstellt, bezieht, liefert [...], wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,29€
  2. (u. a. Diablo 3 Ultimate Evil Edition, Gear Club Unlimited, HP-Notebooks)
  3. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€

muhammed 15. Aug 2008

Ich habe im internet nachgeguckt ob eine ausbildung zum rennfahrer gibt. Leider ohne...

huahuahua 15. Dez 2006

Die meisten, ja wenn nicht sogar ALLE Amokläufer kamen mindestens einmal, meist jedoch...

Paul Platon 09. Dez 2006

http://www.killerspieleverbieten.de Danke!

MakeAMove 07. Dez 2006

Scheinbar wettern einige Leute einfach drauf los, bevor Sie sich den ganzen Sachverhalt...

Ein Dirk 07. Dez 2006

Auch ich habe in meiner Jugend ab und zu "Killerspiele" gespielt, allerdings hatte ich...


Folgen Sie uns
       


BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

BMW i3s - Test Video aufrufen
Urheberrrecht: Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
Urheberrrecht
Etappensieg für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

Trotz aller Proteste: Der Rechtsausschuss des Europaparlaments votiert für ein Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Nun könnte das Plenum sich noch dagegenstellen.

  1. Leistungsschutzrecht Nur Einschränkungen oder auch Chancen?
  2. Vor Abstimmung 100 EU-Abgeordnete lehnen Leistungsschutzrecht ab
  3. Urheberrecht EU-Staaten für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter

IT-Jobs: Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?
IT-Jobs
Fünf neue Mitarbeiter in fünf Wochen?

Startups müssen oft kurzfristig viele Stellen besetzen. Wir waren bei dem Berliner Unternehmen Next Big Thing dabei, als es auf einen Schlag Bewerber für fünf Jobs suchte.
Ein Bericht von Juliane Gringer

  1. Frauen in IT-Berufen Programmierte Klischees
  2. Bitkom Research Höherer Frauenanteil in der deutschen IT-Branche
  3. Recruiting IT-Experten brauchen harte Fakten

CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


      •  /