PostgreSQL 8.2 verspricht höhere Leistung

PostgreSQL geht auf eine fast 20-jährige Entwicklung zurück, die an der Universität Berkeley begann. Das objektrelationale Datenbank-Managementsystem ist konform zu den Standards SQL92 und SQL99. In der neuen Version 8.2 wurden zudem weitere Funktionen der ANSI-Spezifikation SQL:2003 hinzugefügt. Dazu zählen Aggregatfunktionen für statistische Auswertungen und VALUE-Zuweisungen lassen sich gleichzeitig für mehrere Zeilen ausführen.
Die Leistung des Datenbanksystems wurde ebenfalls gesteigert, die Entwickler sprechen von einer etwa 20 Prozent höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit bei Tests mit Online Transaction Processing(öffnet im neuen Fenster) (OLTP). Bei Sortiervorgängen soll die Leistung sowohl im Arbeitsspeicher als auch auf Festplatten gleichfalls höher liegen. Hinzu kommen eine bessere Multiprozessor-Skalierbarkeit, schnellere Bulk Loads sowie beschleunigte Outer-Join-Abfragen.
Das schon mit PostgreSQL 8.0 eingeführte "Point in Time Recovery" erweiterten die Entwickler so, dass nun Warm-Stand-by-Datenbanken möglich sind. Das bedeutet, dass sich einfach Kopien von Datenbank-Clustern zur Ausfallssicherheit anlegen lassen. Über generalisierte, invertierte Indizes bietet PostgreSQL 8.2 zudem einen gut skalier- und programmierbaren Weg zur Indexierung semistrukturierter und Volltextdaten. Das Datenbanksystem erhielt außerdem Schnittstellen für Solaris DTrace.
Hinzu kommen mit Advisory Locks Änderungen am Locking-System und das Kryptographie-Modul unterstützt zusätzliche Algorithmen. Die SQL-Syntax wurde unter anderem um UPDATE RETURNING, DROP IF EXISTS und ON COMMIT ergänzt. Im Rahmen des Google Summer of Code bekam PostgreSQL 8.2 außerdem eine Implementierung des neuen Joint-Algorithmus "Full Disjunction" und die Java-Prozeduralsprache PL/Java ermöglicht es nun, Java innerhalb der Datenbank voll zu nutzen.
Das unter der BSD-Lizenz stehende PostgreSQL 8.2 steht ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Eine ausführliche Übersicht über alle Änderungen sowie Hinweise zur Migration von älteren Versionen bieten die Release-Notes(öffnet im neuen Fenster) .



