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Aus für DVD in China?

EVD als Konkurrenz zu HD-DVD und Blu-ray Disc

Der DVD droht in China die Verbannung. Unter dem Druck hoher Patentgebühren forciert eine Allianz aus rund 20 Firmen, darunter vier der fünf größten Produzenten von DVD-Playern, die Verbreitung der Enhanced Versatile Disc (EVD) in China. Im Verlauf dieser Woche werden führende Hersteller von Heimelektronik mehr als 50 neue EVD-Player vorstellen. Bis 2008 wollen sie im Gegenzug die Produktion von DVD-Playern einstellen, berichtet die China Daily.

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Im Jahr 2003 erreichten DVD-Player aus China, die nicht im Auftrag großer Markenhersteller gefertigt worden waren, einen Weltmarktanteil von rund 70 Prozent. Im Jahr 2004 brachen die Exporte von DVD-Playern um bis zu 95 Prozent ein. Schuld daran waren Lizenzgebühren von fast 30,- US-Dollar, die die Inhaber der Patente auf die DVD-Technologie - Sony, Philips, Pioneer, Panasonic, JVC, Hitachi, Toshiba, Mitsubishi Electric, Time Warner und Thompson - von den chinesischen Herstellern verlangten. Diese Patentgebühren wurden allerdings ganz oder teilweise erlassen, wenn die DVD-Player im Auftrag großer Markenhersteller produziert wurden.

Inhalt:
  1. Aus für DVD in China?
  2. Aus für DVD in China?

Von den Gesamtproduktionskosten eines DVD-Players entfielen im Jahr 2004 in China zwischen 20 und 30 Prozent auf Patentgebühren, wenn er zur eigenen Vermarktung hergestellt wurde. Bei solchen Bedingungen waren die Hersteller nicht mehr konkurrenzfähig und allein in Shenzen, wo viele Elektronikhersteller angesiedelt sind, mussten im ersten Halbjahr 2004 rund 30 DVD-Player-Hersteller Bankrott anmelden. Zwar wurden die DVD-Lizenzgebühren mittlerweile gesenkt, mit dem Umstieg auf die hochauflösenden Videoformate HD-DVD und Blu-ray würde sich das Problem der Lizenzgebühren für die chinesischen Hersteller aber erneut verschärfen. Unter diesem Druck begannen die verbliebenen Hersteller, nach Alternativen zu suchen.

Von den drei zur Auswahl stehenden Formaten aus eigener, chinesischer Entwicklung - EVD, HDV und HVD - wählte die chinesische Regierung vergangenes Jahr das EVD-Format als nationalen Standard aus. Die Rechte an den wesentlichen Technologien (Video, Audio, Kopierschutz) liegen für das EVD-Format alle in chinesischer Hand. Sowohl was die physikalischen Eigenschaften der Disc als auch was die verwendete Lasertechnik (rot) der Abspielgeräte anbelangt, setzt EVD auf die bewährte DVD-Technik. Die damit verbundenen Einschränkungen bei der Speicherkapazität soll der Einsatz effizienterer Codierungsverfahren wettmachen, mit denen sich bis zu zwei Stunden Filmmaterial in hoher Auflösung auf einer herkömmlichen DVD-Scheibe speichern lassen. Hierbei wird nicht das DVD-übliche MPEG-2, sondern die Codecs VP5 und VP6 von On2 Technologies verwendet. Für den Ton wird der EAC 2.0 (Enhanced Audio Codec 2.0) genutzt. Die EVD soll mit hochauflösenden Videos als Billigkonkurrent zur HD-DVD und Blu-ray antreten.

Aus für DVD in China? 
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yeahhonk 08. Dez 2006

Also ich freu mich über die nichtvorhandene Weitsichtigkeit mancher großen Firmen... Wer...

Trios 06. Dez 2006

warte halt ab, man wird dir in Zukunft recht eindrucksvoll demonstrieren was China noch...

lulula 06. Dez 2006

Steht für BundesautoBahn? BerufsausbildungsBeihilfe? Bed and Breakfast? Egal, wie BaB...

lilili 06. Dez 2006

Du warst dort schon in Firmen ausserhalb der Großstädte? Ich kenne Leute die dort schon...

Bloody Mary 06. Dez 2006

Stimmt, bei uns ist es genau umgekehrt ... Open your .. Ach, was solls ...


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