Online-Gamer wollen nicht allein sein

... vernachlässigen aber mitunter ihre Umgebung

Das Umfrageportal Sozioland der Respondi AG hat zwischen Dezember 2005 und Mai 2006 eine Umfrage unter rund 4.500 Spielern von Massively Multiplayer Online Games (MMOG) durchgeführt und nun die Ergebnisse veröffentlicht. Vor allem die Kommunikation mit anderen Spielern macht den Reiz der Online-Spiele aus - gleichwohl gaben 52 Prozent der Befragten an, dass durch das Spielen Kontakte im unmittelbaren Umfeld vernachlässigt werden.

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Die Kommunikation mit anderen Spielern war 72 Prozent der Befragten wichtig, dicht gefolgt vom Entdecken virtueller Welten (71 Prozent). Das bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass auch zwangsweise gemeinsam durch die Spielwelt gezogen wird - zwar tendieren die Spieler der Umfrage zufolge eher zum Gruppenspiel, sind aber auch mal alleine im jeweiligen Spiel unterwegs. Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe waren etwa 30 Prozent der Befragten wichtig beim Online-Spiel.

Inhalt:
  1. Online-Gamer wollen nicht allein sein
  2. Online-Gamer wollen nicht allein sein

Ausschließlich in der Gruppe (3 Prozent) oder ausschließlich alleine (2 Prozent) spielten die wenigsten Befragten. Im organisierten Zusammenschluss (Gilde, Clan, Corporation) spielten laut Sozioland 66 Prozent; nur 15 Prozent wünschen Derartiges nicht, 18 Prozent würden hingegen gerne Teil davon sein. Persönliche Treffen der jeweiligen Gilde finden zwar statt (36 Prozent), der überwiegende Teil (42 Protent) ist zwar interessiert, kennt Derartiges aber noch nicht. 18 Prozent haben gar keine Lust auf Gildentreffen.

Die meisten Spieler verbringen eigenen Angaben zufolge unter 10 Stunden (29 Prozent) oder unter 20 Stunden (35 Prozent) der Woche im Online-Spiel. Bis zu 35 Stunden spielen noch 21 Prozent, bis zu 50 Stunden immerhin noch 9 Prozent und über 50 Stunden pro Woche sogar noch 6 Prozent der Befragten. Da ist es nicht überraschend, dass 52 Prozent angegeben haben, auch mal soziale Kontake zu vernachlässigen oder 43 Prozent schon einmal berufliche oder schulische Termine abgesagt zu haben. 40 Prozent gaben an, wegen des Spielens auch mal die persönliche Hygiene vernachlässigt zu haben. 25 Prozent wollen auf Grund des häufigen Spielens schon mal den Blick für die Realität verloren haben.

Die oft thematisierte Suchtgefahr von MMOGs sehen dennoch 80 Prozent der Befragten als eine von den Medien aufgebauschte Diskussion an. Jeder sei für sich selbst verantwortlich, meinen 89 Prozent der Umfrageteilnehmer, obwohl durchaus 60 Prozent durchaus der Meinung sind, dass Diskussions- und Handlungsbedarf bestehe. Restriktionen wie Spielzeitbegrenzungen - wie sie in China von staatlicher Seite vorgeschrieben sind - werden von 64 Prozent für sinnlos erachtet. 38 Prozent stufen sich selbst als süchtig ein.

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Online-Gamer wollen nicht allein sein 
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ThommyW 07. Dez 2006

Kommt ja doch noch ne Antwort, danke :) Ich hab mir mal eure Seite angesehn, liest sich...

Ly 04. Dez 2006

Poppen beim duschen?

LOL8085 03. Dez 2006

lol.

Bubu 02. Dez 2006

Nur dass Du bei Deinen Überlegungen von der möglichen, aber keineswegs zwingend...



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