Abo
  • Services:

studiVZ verspricht Belohnung für Sicherheitslücken (Update)

Studentenportal am Donnerstag wegen eines neuen XSS-Angriffs offline

Die Pannenserie von kleinen und großen Problemen und Sicherheitslücken beim Studentenportal studiVZ reißt nicht ab. Nun verspricht studiVZ eine Belohnung von 256 Euro, wenn jemand Sicherheitslücken im Portal meldet. Parallel zu der Ankündigung ging studiVZ wegen eines erneuten XSS-Angriffs offline.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Seite sei wegen eines XSS-Angriffs "vorsichtshalber offline", heißt es im Blog von StudiVZ. Der Angreifer habe aber weder auf Daten noch auf Passwörter zugreifen können. Der Ausfall soll rund eine Stunde dauern.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Eisenach
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt

Im Blog wird auch auf eine weitere Neuigkeit hingewiesen: der geplanten Belohnung für das Auffinden von Sicherheitslücken. StudiVZ bietet nun für die Meldung von weiteren XSS- oder CSRF-Sicherheitslücken eine Belohnung von 256,- Euro - zunächst war von 128,- Euro die Rede - an. Bedingung ist allerdings, dass die Seitenbetreiber Zeit erhalten, das Problem zu beheben, ohne dass die Schwachstelle vom Hinweisgeber bereits technisch ausgenutzt oder veröffentlicht wird.

Derzeit landen entsprechende Entdeckungen eher in den Kommentaren der Blogbar oder des Blogs von Jörg-Olaf Schäfers, die ihrerseits auf einige Sicherheitslücken aufmerksam gemacht haben. So wurde heute über einen Kommentar in der Blogbar bekannt, dass es Nutzern von studiVZ ohne großen Aufwand möglich ist, Mitglied einer geschlossenen Gruppe zu werden. Dazu muss nur eine entsprechende URL aufgerufenden werden, mit der sich ein Nutzer selbst in eine solche, angeblich geschlossene Gruppe, einlädt.

Auch finden sich Hinweise darauf, wie sich die von studiVZ genutzten alphanummerischen IDs in nummerische umrechnen lassen. Das macht es unter anderem einfacher, alle Nutzerseiten nacheinander abzugrasen. Das automatisierte Auslesen von Daten aus öffentlich zugänglichen Nutzerseiten ("Crawling") hat studiVZ mittlerweile aber nach eigenen Angaben erschwert. Was ohne Ausnutzung von Sicherheitlücken möglich war, zeigt ein Screenshot bei Jörg-Olaf Schäfers. Dies ist allerdings kein Problem, das nur studiVZ betrifft.

In der Vergangenheit ist mehrfach von Nutzern der Studentenplattform der Versuch unternommen worden, Nutzerdaten auf studiVZ mittels derartiger automatisierter Verfahren auszulesen. "Es ist bedauerlich, wenn einzelne Nutzer versuchen, Daten von anderen Studenten selbst oder mit Hilfe von automatisierten Verfahren auszulesen. Diesem Missbrauch schieben wir, so gut es technisch möglich ist, einen Riegel vor. Wer versucht, Daten auszulesen, wird gesperrt", so Manfred Friedrich. "Crawler-Angriffe sind ein generelles Problem für soziale Netzwerke im Internet, weil als 'öffentlich' geschaltete Informationen von den registrierten Nutzern, aber genauso auch von automatisierten Abfrage-Scripten gelesen werden können."

Für die Nacht zu Donnerstag hatte studiVZ wieder einmal eine Wartungspause angekündigt. Heute heißt es in einer Pressemitteilung, studiVZ habe sich zum Ziel gesetzt, "die Sicherheit seines Angebots weiter aktiv zu verbessern, nachdem zu diesen Aspekten in den vergangenen Wochen wiederholt Kritik geäußert wurde." Das Unternehmen weist auch darauf hin, bereits vor einigen Wochen externe Experten mit der Suche nach Sicherheitslücken beauftragt zu haben.

Nachtrag vom 30. November 2006, 19:15 Uhr:
Die XSS-Sicherheitslücke hat studiVZ zwar nach eigenen Angaben mittlerweile behoben, bleibt aber weiter offline. Grund dafür ist die oben schon angesprochene, unerwünschte Möglichkeit, dass sich Nutzer selbst in geschlossene Gruppen eintragen können.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€
  2. 8,59€
  3. 59,99€

Jens H 19. Okt 2007

Das Problem habe ich leider auch. Habe allerdings noch keine Lösung dafür gefunden.

Jan schwingt... 03. Dez 2006

wirklich ein hirnloses geschwätz von ihm!

Jan schwingt... 03. Dez 2006

Bist du dämlich! Wie oft haste denn schon über Windows geschimpft! Wenn du wüsstest, was...

ein/der Idiot 01. Dez 2006

...so wie du dich anhoerst, hast du eine Uni aber auch noch nie von innen gesehen oder...

ein anderer... 01. Dez 2006

Wenn ich Nudeln koche, spritzt mir das Wasser auch ueber den Topfrand. Deswegen koche...


Folgen Sie uns
       


Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung erfolgte offenbar über eine Lernsoftware.

Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich

    •  /