SCO erleidet Niederlage
Laut dem auf der Prozessbeobachtungsseite Groklaw(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichten Urteil hat der Richter Dale Kimball damit die Entscheidung der Untersuchungsrichterin Brooke Wells bestätigt. Diese hatte im Juni 2006 entschieden, dass SCO richtige Beweise vorlegen müsse und zudem Zweifel an SCOs Vorwürfen geäußert. SCO hatte dagegen Einspruch eingelegt und verlangt, dass einige Punkte der Klage neu untersuchen werden müssten, was Kimball nun aber ablehnte.
Richterin Brooke hatte SCOs Vorgehen mit einem Ladendiebstahl verglichen, bei dem der Kaufhausdetektiv den mutmaßlichen Täter mit der Begründung aufhält, dieser wisse schon, was er gestohlen habe. Ebenso soll SCO klare Beweise vorlegen. Einen weiteren Einspruch SCOs lässt Kimball nicht zu, was dennoch nicht zu einer schnelleren Klärung des Falles beitragen wird. Erst einmal hat das Unternehmen Zeit, bis Dezember 2006 im Verfahren gegen Novell neue Beweise vorzulegen .
Das Hauptverfahren in dieser Sache soll im September 2007 eröffnet werden, so dass das Hauptverfahren gegen IBM unter Umständen noch bis 2008 herausgezögert wird. Eine frühzeitige Entscheidung im Prozess zwischen SCO und Novell könnte allerdings zur Zahlungsunfähigkeit der SCO Group führen, womit der IBM-Prozess nicht fortgesetzt werden könnte.
Im Prozess mit IBM geht es unter anderem um den Vorwurf, dass IBM geistiges Eigentum von SCO geklaut und in den Linux-Kernel gebracht habe.