Quad FX: AMDs 4x4-Plattform offiziell vorgestellt

Quad-Core-System mit zwei CPU-Sockeln und enormem Stromverbrauch

AMD hat seine bisher unter dem Codenamen "4x4" bekannte Plattform aus einem Mainboard für zwei Dual-Core-Prozessoren nun als "Quad FX" auf den Markt gebracht. Erhältlich sind die Systeme aber bisher nur in den USA.

Artikel veröffentlicht am ,

Was nun Quad FX heißt, ist AMDs Antwort auf den Core 2 Extreme QX6700 von Intel, der in einem Chip-Gehäuse zwei Dual-Core-Prozessoren vereint. Da Intel seine CPUs bereits massenweise in 65 Nanometern herstellt und AMD vorerst noch bei 90 Nanometern steht, war eine Integration von zwei Dies in einem Chip-Gehäuse unmöglich. AMD hat sich daher entschieden, quasi eine Workstation-Lösung mit Opterons für den Markt der Technik-Fans umzurüsten.

Inhalt:
  1. Quad FX: AMDs 4x4-Plattform offiziell vorgestellt
  2. Quad FX: AMDs 4x4-Plattform offiziell vorgestellt

Blockschaltbild des nForce 680a SLI
Blockschaltbild des nForce 680a SLI
So ist auch, wie bereits berichtet, der Chipsatz nForce 680a SLI von Nvidia auf dem bisher einzigen Quad-FX-Board "L1N64-SLI" von Asus doppelt ausgeführt. Die beiden Prozessoren verfügen dabei über getrennte Speichersysteme, für Dual-Channel-Betrieb sind also vier Module fällig. Zudem empfiehlt AMD auch ein Netzteil mit 1.000 Watt, was die Plattform weiter verteuert. Immerhin kann man, anders als bei den Opterons, ungepufferte DDR2-800-Module einsetzen und ist nicht auf langsamere Registered-DIMMs angewiesen.

Die neue FX-70-Serie
Die neue FX-70-Serie
Die Prozessoren sind dennoch mit drei HyperTransport-Kanälen ausgestattete Opterons, die nun als FX-70-Serie umbenannt wurden. Sie passen auch nur in den Socket F, den mit 1.207 Kontakten im Prozessor-Sockel ausgestatteten Workstation- und Server-Steckplatz. Die CPUs sind nur paarweise erhältlich, die hier gelisteten Preise beziehen sich also auf zwei Exemplare und geben den Preis für 1.000er-Stückzahlen bei Abnahme durch PC-Hersteller und Wiederverkäufer an.

Prozessor-Paar Takt TDP max. Temperatur Preis (US-Dollar)
Athlon64 FX-74 3,0 GHz 125 Watt 56 Grad 999,-
Athlon64 FX-72 2,8 GHz 125 Watt 63 Grad 799,-
Athlon64 FX-70 2,6 GHz 125 Watt 63 Grad 599,-

Asus L1N64-SLI
Asus L1N64-SLI
Die Quad-FX-CPUs werden allesamt mit einer typischen Leistungsaufnahme (TDP) von 125 Watt je Prozessor spezifiziert, die maximal zulässige Temperatur der CPUs sinkt jedoch beim 3-GHz-Modell auf nur 56 Grad, was ein neuer Tiefenrekord für x86-CPUs sein dürfte. Den Kühlungslösungen wird damit sehr viel abverlangt. Leise dürfte ein Quad-FX-System daher nicht werden - Asus liefert für das bisher einzige Mainboard drei Zusatzlüfter mit, die vor allem die Spannungswandler am Leben halten sollen.

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Quad FX: AMDs 4x4-Plattform offiziell vorgestellt 
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EuerEhren 24. Jan 2007

Na, heute schon die ungeschickten Fingerchens an einem Intel CPU verbrüht???

Marge 10. Dez 2006

Die Erklärung ist recht einfach: "The name K8L avoids poor marketing using the name K9...

Grinskeks 01. Dez 2006

Jo, bei mir in der Firma verdient der 2nd Level Support im Schnitt so 4000 € / Monat...

ceew 01. Dez 2006

Das Mainboard alleine braucht auch so um die 100 Watt, wenn du es mit 4 Grafikarten und...



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