Abo
  • Services:

Urheberrecht: Wissenschaftsschranken und Privatkopie

Expertenanhörung zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle

Am Montag letzter Woche wurden die Anhörungen zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle fortgesetzt. Hierbei ging es vor allem um besondere Schranken für Bildung und Wissenschaft, die Zukunft der Privatkopie und die Einführung einer Bagatellklausel.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag auf die Fahnen geschrieben, durch die Novelle des Urheberrechts, Deutschland bildungs- und wissenschaftsfreundlicher zu gestalten. Ziel des reformierten Urheberrechtes soll es sein, die Rahmenbedingungen für eine produktive wettbewerbsfähige Wissenschaft und ein leistungsfähigeres Bildungssystem zu schaffen. Der Sachverständige Reto Hilty, Direktor des Max-Planck-Institutes für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München, äußerte daran in der Anhörung Zweifel. Der bisherige Gesetzesentwurf werde diesen Zielvorstellungen nicht gerecht.

Hilty führte aus, dass Märkte im Bereich Bildung und Wissenschaft keine klassischen Märkte seien, in denen attraktive Angebote nur durch Konkurrenz und Wettbewerb entstehen. Vielmehr sei es von zentraler Bedeutung, dass der Zugang zu Wissenschaft und Bildung erhalten bleibt. Man dürfe bei einer Neuregelung nicht nur auf den Schutz des geistigen Eigentums achten. Wissenschaftler seien davon abhängig, bestimmte Informationen kostengünstig oder umsonst zu bekommen. Informationen seien nicht einfach austauschbar. Durch die geplante gesetzliche Festschreibung eines zusätzlichen rechtlichen Schutzes von Kopierschutzmaßnahmen finde somit eine nationale Einschränkung des Wissenschaftswettbewerbes statt.

Hilty setzte sich daher für eine Regelung ein, nach der es Autoren wissenschaftlicher Zeitschriftenbeiträge gestattet sein soll, ihre Artikel sechs Monate, nachdem sie sie erstmals in einem Verlag veröffentlicht haben, noch mal im Internet zu veröffentlichen. Dies solle auch gelten, wenn der Autor seinem Verlag exklusive Nutzungsrechte eingeräumt habe. Auf diese Weise könne die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse erheblich gefördert werden.

Urheberrecht: Wissenschaftsschranken und Privatkopie 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  3. (u. a. Der Marsianer, Spaceballs, Titanic, Batman v Superman)

Moses 03. Dez 2006

LAND in Sicht!!!! .... im meer verblödeter politiker.... Mal im Ernst... Schauts es euch...

Anonymer Nutzer 30. Nov 2006

Ok, diese Naturgesetzpartei mit ihren hoppelnden "Yogischen Fliegern" macht auch mich...

Anonymer Nutzer 30. Nov 2006

Viva la Revolucion ! Nein, ganz neue Idee für den dritten Korb der...

Anonymer Nutzer 30. Nov 2006

"Dem schloss sich Rechtswissenschaftler Schack mit der Bemerkung an, dass man schließlich...

Reisebüro 30. Nov 2006

Für sparsame Bürger ist es durchaus angemessen, Produkte, die zuviel Gängelei mit sich...


Folgen Sie uns
       


iPad 2018 - Test

Das neue iPad hat vertraute Funktionen, die es teilweise zu diesem Preis aber noch nicht gegeben hat. Wir haben uns Apples neues Tablet im Test angeschaut.

iPad 2018 - Test Video aufrufen
Blue Byte: Auf dem Weg in schöner generierte Welten
Blue Byte
Auf dem Weg in schöner generierte Welten

Quo Vadis Gemeinsam mit der Universität Köln arbeitet Ubisoft Blue Byte an neuen Technologien für prozedural generierte Welten. Producer Marc Braun hat einige der neuen Ansätze vorgestellt.

  1. Politik in Games Zwischen Völkerfreundschaft und Präsidentenprügel
  2. Förderung Spielebranche will 50 Millionen Euro vom Steuerzahler
  3. Aus dem Verlag Kamingespräch mit Entwicklerlegende Lord British angekündigt

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Quartalsbericht Facebook macht fast 5 Milliarden US-Dollar Gewinn
  2. Soziales Netzwerk Facebook ermöglicht Einsprüche gegen Löschungen
  3. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen

Thermalright ARO-M14 ausprobiert: Der den Ryzen kühlt
Thermalright ARO-M14 ausprobiert
Der den Ryzen kühlt

Mit dem ARO-M14 bringt Thermalright eine Ryzen-Version des populären HR-02 Macho Rev B. Der in zwei Farben erhältliche CPU-Kühler leistet viel und ist leise, zudem hat Thermalright die Montage etwas verbessert.
Ein Hands on von Marc Sauter


      •  /