Nokia: 4 Milliarden Handy-Nutzer bis 2010

Bereits 2007 sollen 3 Milliarden Menschen Mobilfunkkunden sein

Anlässlich der Nokia-Hausmesse Nokia World in Amsterdam gab Nokia-CEO und -President, Olli-Pekka Kallasvuo, einen Ausblick auf die künftige Entwicklung des Mobilfunks. So erwartet der Nokia-Chef, dass bis 2010 die Grenze von 4 Milliarden Mobilfunkkunden erreicht wird.

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Nokia geht davon aus, dass der Handy-Markt in Zukunft stärker wächst, als es bislang prognostiziert wurde. Demnach werden 2007 weltweit 3 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon verwenden. Bislang gingen die Finnen davon aus, diese Marke erst 2008 zu erreichen. Bereits 2010 sollen 4 Milliarden Menschen Mobilfunktechnik einsetzen. Hierbei soll das mobile Internet eine Schlüsselfunktion darstellen. Immer mehr Menschen besuchen nach Beobachtung von Nokia erstmals per Handy das Internet - und nicht etwa an einem herkömmlichen PC. Dies gilt vor allem für Kunden in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Hälfte der Zuwächse im Mobilfunkmarkt erwartet Nokia im asiatisch-pazifischen Raum. So setzt Nokia viel Hoffnung auf China und Indien, um dort neue Kunden zu gewinnen. Nokias CEO gab außerdem einen Ausblick auf das Marktwachstum im Bereich der Mobiltelefone. Demnach erwarten die Finnen für 2007 einen Zuwachs an verkauften Mobiltelefonen von 10 Prozent.

Die Umsatzrendite des Gesamtkonzerns hat Nokia trotz rosiger Aussichten im Hardwarebereich um 2 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Grund sei die Neuordnung der Netzwerksparte, die durch das Zusammenwachsen von Siemens und Nokia Restrukturierungskosten in Höhe von 1,5 Milliarden Euro jährlich bis 2010 zu tragen habe.

Mit der Fusion ihrer Netzwerk-Sparten im Juni 2006 wollen Nokia und Siemens zusammen zum Marktführer in diesem Segment aufsteigen. Das neue Unternehmen soll Ausrüstung sowohl für Festnetz- als auch Mobilfunk-Betreiber anbieten. Als Starttermin war der 1. Januar 2007 geplant - damit liegen die Finnen voll im Zeitplan. Abzüglich der Restrukturierungskosten plant Nokia eine Umsatzrendite im zweistelligen Bereich, das würde mindestens 10 Prozent bedeuten.

Im Handybereich werden die Regionen Asien und pazifischer Raum, China, Mittlerer Osten und Afrika mit 15 Prozent am stärksten wachsen. Für Europa sowie Nord- und Südamerika rechnen die Finnen mit einem Wachstum unter 10 Prozent. Insgesamt sollen die Verkäufe um 10 Prozent auf knapp 1,07 Milliarden Geräte steigen. Die Umsatzrendite soll hier bei 17 Prozent liegen, damit korrigiert der Nokia-Chef die Erwartung um einen Prozentpunkt nach unten.

Strategisch gesehen möchte Nokia die breite Basis an Kunden, die insgesamt etwa 850 Millionen Nokia-Mobiltelefone haben, nutzen, um Menschen über das Internet miteinander zu verbinden. Nokia bekennt sich damit zu Web 2.0 und erhofft sich hier in Zukunft weitere Einnahmen.

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