Web-Tool umgeht Zensur
Software verwandelt Rechner in Access-Point
Das Citizen Lab der Universität von Toronto hat eine Software namens psiphon entwickelt, mit der Menschen aus Ländern, in denen Internetzensur stattfindet, diese umgehen können. Die Idee besteht darin, Freiwillige zu finden, die sich psiphon auf den Rechner laden und ihren PC damit in einen Access-Point verwandeln, mit dessen Hilfe Menschen aus zensurverdächtigen Ländern Zugriff auf gesperrte Seiten bekommen.
Die Software wird auf Rechnern installiert, die nicht im Einflussbereich von Zensur stehen. Diese werden damit zu einem Access Point. Menschen aus Ländern wie China, Iran oder Saudi-Arabien sollen sich dann über eine verschlüsselte Verbindung einloggen und den Rechner als Proxy nutzen können. So erhalten sie Zugang zu gesperrten Newsseiten, Wikipedia oder Blogs. Der eingeloggte Nutzer bekommt dabei eine Oberfläche zu sehen, die ähnlich wie ein Browser funktioniert. Damit kann er sämtliche Websites absurfen, aber auch selbst Blog-Einträge verfassen und veröffentlichen.
Wenn die Nutzer nach der Sitzung die History löschen, soll sich nicht mehr nachweisen lassen, dass der Surfer verbotene Seiten betreten hat. Weiterer Vorteil: Um möglichst viele Menschen mit freien Informationen zu versorgen, werden möglichst viele Rechner in freien Ländern benötigt. Diese breite Streuung auf viele Einzelrechner macht es wiederum schwer, weitere Zensur auszuüben.
Psiphon setzt auf Mundpropaganda. Die Logins werden nicht über öffentliche Kanäle verschickt, sondern in privaten Kreisen unter Freunden, denen man vertraut, weitergegeben. Ab 1. Dezember 2006 soll die Software zum Download zur Verfügung stehen.
Dabei unterscheidet sich das Konzept grundlegend von Anonymisierungsverfahren wie Tor oder JAP, die versuchen, die Spuren der Surfer zu verwischen.
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