Kein neues Licht im Microsoft-Novell-Fall
Novell hatte zu dem IRC-Treffen(öffnet im neuen Fenster) geladen, um der OpenSuse-Community Fragen zu dem Abkommen mit Microsoft zu beantworten. Hierfür standen unter anderem Holger Dyroff von Novell, OpenSuse-Projektmanager Andreas Jäger und Nat Friedman von Novell bereit. Die beiden letztgenannten antworteten dann auch auf einen Großteil der Fragen, wie sich anhand des von Linux.com veröffentlichten Protokolls(öffnet im neuen Fenster) sowie der Zusammenfassung(öffnet im neuen Fenster) nachvollziehen lässt.
Neues brachte das Treffen allerdings nicht zu Tage. Immer wieder wurde beteuert, dass die Zusammenarbeit zwischen Novell und Microsoft der Open-Source-Community als Ganzes Vorteile bringe. Unter anderem, da beispielsweise Virtualisierungs-Code als Open Source veröffentlicht werde. Die komplette Interoperabilitätsarbeit stehe der Allgemeinheit zur Verfügung und werde keinen von Microsoft mit Patenten belegten Code enthalten. Über eventuelle Probleme mit der GPLv3, die den Pakt unterbinden soll , mache man sich allerdings noch keine Gedanken, so Friedman. Man könne nicht über etwas diskutieren, was noch gar nicht existiert.
Auch von der Patentregelung soll die Community profitieren. Microsofts Versprechen, Novells Kunden nicht zu verklagen, bedeute nicht, dass andere verklagt würden. Hier bestehe das Problem, dass viele Microsoft nicht trauen würden, die Bedenken der Community seien jedoch unbegründet. Ganz zufrieden soll Novell mit der Formulierung des Patentabkommens aber noch nicht sein, Microsoft überarbeite diese daher.