Linux-Kernel 2.6.19 mit neuen Dateisystemen

Weitere Änderungen bei den Dateisystemen betrifft auch FAT. Hiermit formatierte Datenträger lassen sich nun mit "-o flush" einbinden, so dass Dateien so schnell als möglich geschrieben werden, was insbesondere für MP3-Player und andere USB-Speichermedien interessant ist. Zwar soll "-o flush" nicht so sicher sein wie "-o sync", dafür jedoch um einiges schneller, wohingegen die sync-Option Kopiervorgänge gerne in die Länge zieht. OCFS2 kennt in der neuen Kernel-Version verschiedene Ext3-Attribute und Tmpfs unterstützt Access Control Lists.

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Die gesamte Kernel-2.6-Reihe über schon ist ALSA das Standard-Soundsystem unter Linux, auch wenn das alte Open Sound System (OSS) noch immer enthalten ist. Doch mit Kernel 2.6.19 flogen nun die ersten OSS-Treiber raus. Betroffen davon sind unter anderem die Treiber für die Maestro-Reihe von ESS - hier muss künftig ALSA eingesetzt werden oder die Boxen bleiben stumm. Für alle entfernten Module gibt es funktionierende ALSA-Gegenstücke, sofern diese nicht vorhanden sind, bleiben auch die entsprechenden OSS-Treiber im Kernel.

Verbesserungen gibt es auch bei den Energiesparmodi. Prinzipiell sind immer tiefere Schlafmodi für den Prozessor möglich, was besonders bei Laptops mit modernen Prozessoren zu längerer Laufzeit führt, sind die CPUs doch selten ausgelastet. Allerdings braucht der Prozessor aus einem solchen Status auch länger, bis er wieder aufgewacht ist und arbeiten kann. Dies erhöht Latenzzeiten, was wiederum negative Auswirkungen auf Treiber haben kann, da diese nicht mehr schnell genug reagieren können. Mit Kernel 2.6.19 können Treiber nun die maximal akzeptierte Latenzzeit festlegen, so dass sich der Kernel danach richtet und den Schlafmodus daran anpasst. Allerdings müssen die Treiber von der neuen Funktion auch erst Gebrauch machen, bevor sich für den Nutzer wirkliche Vorteile ergeben.

Der Weg bis zu einer vollständig integrierten Virtualisierungslösung im Linux-Kernel ist wohl noch lang. Doch zumindest einige aufgenommene Änderungen schaffen Grundlagen. So kann der Kernel nun die Interprozesskommunikation (IPC) virtualisieren, mit der Prozesse beispielsweise Nachrichten austauschen. Durch die Virtualisierung der IPC läuft dieser Vorgang isoliert voneinander ab, so dass ein Container die IPC-Objekte eines anderen nicht sehen kann. Durch die PID-Namespace-Funktion kann außerdem jede virtuelle Umgebung ihre eigenen Prozess-IDs haben.

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Im Netzwerkbereich ist mit Netlabel ein neues Subsystem hinzugekommen. Hiermit lassen sich Linux-Security-Module kennzeichnen. Sowohl ein- als auch ausgehende Pakete werden somit von den LSM-Sicherheitsrichtlinien behandelt. Die IPv6-Implementierung wurde zudem um Unterstützung für Mobile IPv6 ergänzt, womit es möglich ist, auch mobil immer dieselbe IP-Adresse zu behalten. Dafür kommt ein Tunnel zwischen einem Rechner im ursprünglichen Netz und dem mobilen Client zum Einsatz.

Wie immer haben die Entwickler auch einige neue Treiber in den Kernel aufgenommen. Bei der Version 2.6.19 sind dies unter anderem Module für Cirrus Logics EP93xx-Netzwerkchips und Promise-Supertrak-SCSI-Treiber für die Modelle EX8350/8300/16350/16300. Insbesondere auch für DVB-T- und DVB-S-Karten sowie -Adapter sind darüber hinaus wieder Treiber hinzugekommen, aber auch für einige Soundchips, wie sie besonders in Laptops vorkommen.

Kernel 2.6.19 kann entweder als vollständiges Archiv oder als Patch von kernel.org heruntergeladen werden. Außerdem steht die neue Version auf diversen Mirror-Servern zum Download bereit.

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