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Nokia will Handy-Netze gegen Skype und P2P sichern

Traffic Shaping in Vermittlungsstellen geplant. Nokia hat für seine Vermittlungsstellen von Handy-Gesprächen – und nicht für die Mobiltelefone selbst – für das Jahr 2007 eine Erweiterung namens "Peer-to-peer Traffic Control" angekündigt. Das Verfahren soll bandbreitenhungrige Anwendungen und VoIP-Programme unter Kontrolle bringen.
/ Nico Ernst
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Derzeit fürchten die Netzbetreiber vor allem Internettelefonie mit Programmen wie Skype und den direkten Datenaustausch zwischen Handys – vorbei an Diensten wie MMS oder der eigentlichen Telefonie. Daher gibt es auch kaum Daten-Flatrates für Mobiltelefone. Derartige Anwendungen stehen jedoch für viele Smartphones bereits zur Verfügung.

Daher will Nokia für seine in Hardware ausgeführten Handy-Vermittlungsstellen der Serie "Flexi Intelligent Service Node" (ISN) in der ersten Hälfte des Jahres entsprechende Funktionen zum "Traffic Shaping" anbieten. Derartige Methoden gibt es schon für drahtgebundene Netzwerke, sie werden teils auch als "Quality of Service" bezeichnet. Dabei bekommen beispielsweise Sprachpakete in einem IP-Netz höhere Priorität als der Datentransfer. Viele Provider wie etwa Hansenet (Alice) wickeln sowohl den Datenverkehr als auch die Telefonie über ein reines IP-Netz ab. Auch Handy-Netze sind rein digitale Konstruktionen. Auf der Ebene von Protokollen wie GPRS oder UMTS ist ein Traffic Shaping je nach Anwendung aber nicht vorgesehen.

Nokia will seinen Kunden – was in diesem Fall die Netzbetreiber meint – nun entsprechende Funktionen als Teil seiner Hardware anbieten. Dass es dabei um die Behinderung von für die Benutzer vielleicht sinnvollen Anwendungen geht, gibt der Konzern in einer Pressemitteilung offen zu: "Mit der explosionsartigen Verbreitung von schnellen, mobilen Datenverbindungen müssen die Netzbetreiber nun das Meiste aus ihren Netzen herausholen, vor allem, wenn Peer-to-Peer-Anwendungen die Netzlast erhöhen und mit ihren eigenen Diensten konkurrieren."

Für die Provider geht es dabei aber nicht nur um maximalen Profit: Sie müssen auch die auf viele Jahre geplanten Investitionen in ihre Netze schützen, die sich beispielsweise im Falle von UMTS noch lange nicht rentieren dürften.


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