Abo
  • Services:

Siemens finanziert Auffanggesellschaft für BenQ bis 2008

Auffanggesellschaft bekommt bis zu 180 Millionen Euro

Die Auffanggesellschaft des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile wird von Siemens bis Ende des Jahres 2007 unterstützt. Die Mitarbeiter sollen währenddessen an andere Siemens-Bereiche vor allem intern vermittelt werden; wer nach Ablauf eines Jahres noch keine Stelle hat, erhält eine Abfindung.

Artikel veröffentlicht am ,

Bereits nach der Insolvenz im September 2006 hatte Siemens 35 Millionen Euro zugesichert, um die rund 3.000 Beschäftigten in einer Auffanggesellschaft halten zu können - allerdings nur bis Ende 2006. Dieses Programm soll nun auch im Jahr 2007 fortgeführt werden. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor allem Siemens-intern in anderen Bereichen zu beschäftigen, wofür Siemens auch Qualifizierungsmaßnahmen bezahlen will.

Stellenmarkt
  1. inxire GmbH, Frankfurt am Main
  2. Hays AG, Mannheim

Wie der Konzern in einer Pressemitteilung angab, seien so bisher bereits 80 Menschen vermittelt worden, in 420 anderen Fällen habe ein konkretes Vorstellungsgespräch stattgefunden. Nach Informationen der Tagesschau der ARD soll zudem jeder Ex-Mitarbeiter von BenQ Mobile eine Starthilfe von 24.000,- Euro erhalten, wenn er vor dem 1. Januar 2008 eine Stelle außerhalb von Siemens findet. Wer dann immer noch ohne Beschäftigung ist, soll eine Abfindung erhalten, deren Konditionen aber noch nicht bekannt sind.

Wie die ARD weiter angab, erhalten die Mitarbeiter durch die Auffanggesellschaft bis zu 84 Prozent ihrer bisherigen Netto-Bezüge. Damit könnten die ehemals an den Produktionsstandorten Kamp-Lintfort und Bocholt beschäftigten insgesamt sogar besser gestellt sein als vor der Insolvenz: Bisher galt dort eine Betriebsvereinbarung, nach der die Angestellten freiwillig auf 30 Prozent ihrer tariflich fixierten Bezüge verzichtet hatten. Nun ist aber wieder der Flächentarif gültig, da die Gesellschaft nicht mehr existiert.

Die IG Metall heftet sich die vorläufige Abwendung der Arbeitslosigkeit von bis zu 3.000 Mitarbeitern als Erfolg an die eigene Brust: "Die Situation für die Menschen ist und bleibt bitter. Aber durch die Intervention der IG Metall konnte das Siemens-Management in die Verantwortung genommen werden", so meint der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Im gleichen Schreiben sagt Ralf Heckmann, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Siemens AG: "Eine Schadensbegrenzung ist gelungen. Aber der Fall BenQ ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie ergebnisorientierte Portfoliobereinigung in die Hose gehen kann. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft keine derartigen Hauruck-Aktionen mehr stattfinden". Die Arbeitnehmervertreter hatten in den vergangenen Wochen mit Siemens verhandelt.

Werner Neugebauer, Vorsitzender der IG-Metall in Bayern, sagte in der Tagesschau, die Maßnahmen könnten Siemens insgesamt bis zu 180 Millionen Euro kosten, er glaube aber, es dürften nur 100 bis 150 Millionen werden. Siemens selbst nannte bisher keine konkreten Zahlen. Inwieweit die Fortführung der Auffanggesellschaft die Pläne des Insolvenzverwalters für einen Umbau von BenQ Mobile zum OEM-Anbieter von Handys betrifft, teilte Siemens ebenfalls nicht mit.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Be quiet Dark Base 900 139,90€, Intenso 960-GB-SSD 149,90€)
  2. (u. a. Roccat Kone Pure SE Gaming Maus 28,49€, Corsair-Lüfter)

Stephan Kolbeck 01. Dez 2006

Sehr geehrte Redaktion, das ist leider nur die halbe Wahrheit. Es ist wahr, durch die...

Dido 26. Nov 2006

Hast du schon einmal was von Abfindungen gehört? Abgesehen von dem Imageschaden..was...

Wer es glaubt 26. Nov 2006

Immerhin haben die BenQ-Mitarbeiter bereits auf bis zu 50% ihrer Bruttobezüge, die noch...

Trollig 25. Nov 2006

Man bist du ein Spinner..informier dich erstmal bevor du deinen Senf hier von sich...

august b. 25. Nov 2006

spielen sich mal wieder als die helden auf, leider nur mit erfolgen die so nachhaltig und...


Folgen Sie uns
       


Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti)

Wir haben die Reflections Raytracing Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti und auf einer GTX 1080 Ti ablaufen lassen.

Reflections Raytracing Demo (RTX 2080 Ti vs. GTX 1080 Ti) Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

    •  /