Programm für HDR-Bilder ausgezeichnet
HDRI(öffnet im neuen Fenster) soll Probleme digitaler Bilder lösen, die nie so einen hohen Helligkeitsumfang haben wie das menschliche Auge. Daher bildet es alle sichtbaren Farben ab, wirft damit aber auch neue Probleme auf: Die Ausgabe auf handelsüblichen Monitoren und Druckern ist nicht möglich und das große Farb- und Kontrastspektrum beansprucht sehr viel Speicherplatz. Es hilft also nur eine Komprimierung, durch die allerdings Qualitätseinbußen entstehen und Details verloren gehen.
Rafal Mantiuk(öffnet im neuen Fenster) vom Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken hat eine Lösung zur Speicherung und Komprimierung von HDR-Videos entwickelt. Das Ziel war ein Videoformat, das genauso gut ist wie das menschliche Auge. Sein Programm "Pfstools" komprimiert HDR-Daten, ohne dass für das menschliche Auge wichtige Details verloren gehen. Eine eigens dafür entwickelte Technik soll daher zwischen wichtigen und unwichtigen Daten unterscheiden. Zudem gibt Pfstools Formate aus, die sich in anderen Programmen weiterverarbeiten lassen. Aber nicht nur mit der Qualitätsbewertung, sondern auch mit der Kompression sowie der Tonabbildung bei Videos beschäftigte sich Mantiuk im Rahmen seiner Doktorarbeit.
Für seine Arbeit in diesem Bereich erhielt Mantiuk nun den mit 3.000,- Euro dotierten Heinz-Billing-Preis(öffnet im neuen Fenster), der jährlich unter dem Motiv "EDV als Werkzeug der Wissenschaft" vergeben wird. Neben der technischen EDV-Lösung ist auch der unmittelbare Nutzen für das jeweilige Forschungsgebiet besonders wichtig.
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