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PDF-Funktion für Office 2007: Adobe schließt Klage nicht aus

Werbefinanzierung von Elements-Programmen wird geprüft. Microsoft Office 2007 wird eine PDF-Ausgabefunktion bieten, die zwar nicht direkt integriert, über ein Plug-In jedoch kostenlos nachgerüstet werden kann. Dies ist Adobe ein Dorn im Auge und könnte dafür sorgen, dass der Hersteller sein eigenes PDF-Programm Adobe Acrobat nicht mehr wie im gewohnten Umfang absetzen kann, wenn Office 2007 erst einmal auf dem Markt ist. Das Unternehmen hält sich den Klageweg offen, wie Adobe-Chef Bruce Chizen in einem Interview in "Euro am Sonntag" bekräftigte.
/ Andreas Donath
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Man werde "die Entscheidung über das weitere Vorgehen zunächst der EU-Kommission überlassen" , erklärte Chizen gegenüber der Zeitung. Sollte sich der Riese aus Redmond illegal verhalten, habe der Konzern zwei Optionen: "Microsoft direkt zu verklagen oder mit den Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten und ihnen die nötigen Informationen zu liefern" , so Chizen gegenüber "Euro am Sonntag". Man wolle letzteren Schritt beschreiten. Im Juni 2006 hieß es seitens Adobe noch, dass man den Klageweg nicht beschreiten wolle.

Ursprünglich wollte Microsoft den PDF-Export direkt in seine Office-Suite einbauen und hat dies nach Protesten von Adobe zurückgenommen. Microsoft wolle Office-2007-Kunden die PDF-Funktion nun als Download bereitstellen.

Nach Informationen von "Euro am Sonntag" will Adobe prüfen, ob sich für das Unternehmen werbefinanzierte Software-Angebote rechnen. Bei Adobe Premiere Elements oder Photoshop Elements wäre "ein werbefinanziertes Modell möglich, ist Chizens Meinung. "Es wäre eine Schande, wenn wir unser Geschäftsmodell nicht entsprechend anpassen könnten." Vor allem die Konkurrenz durch Google im Bereich Bildbearbeitung/Verwaltung durch Picasa könnte Adobe zu diesem Schritt bewegen.


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