Telekom-Beteiligungsplan durch Russen geht in zweite Runde
AFK Sistema will zwischen 5 und 10 Prozent der Aktien
Anfang November 2006 berichteten mehrere Medien übereinstimmend über das Interesse des russischen Unternehmens AFK Sistema an einem Aktienpaket der Deutschen Telekom. Bislang kam der Deal allerdings nicht zu Stande. Dem Focus zufolge verhandelten die Russen bislang vergeblich mit der Bundesregierung über einen Einstieg.
Nun soll das Unternehmen einen weiteren Anlauf nehmen, um 5 bis 10 Prozent der Aktien der Deutschen Telekom zu kaufen. 2007 soll der neuerliche Versuch starten. Sistema ist ein Unternehmen des Moskauer Milliardärs Wladimir Jewtuschenkow.
Ein Branchenkenner aus Bonn sagte dem Focus: ""Wenn in einigen Monaten Gras über die Sache gewachsen ist, wird es einen neuen Vorstoß geben. Diesmal wird es dazu eine bessere mediale Begleitung geben, um Vorbehalte gegen den Investor aus Russland abzubauen."
Der frühere Bundespostminister Wolfgang Bötsch (CSU) hat dem Vernehmen nach keine Einwände gegen einen möglichen Einstieg der Russen bei der Deutschen Telekom: "Bei Sistema mag der eine oder andere ein unsicheres Gefühl haben. Aber das ist eben das Gesetz des Marktes."
AFK Sistema hält 53 Prozent am Mobilfunk-Unternehmen MTS, das in Russland, Weißrussland und der Ukraine nach eigenen Angaben rund 64 Millionen Mobilfunk-Kunden hat. Der ehemalige Telekom-Chef Ron Sommer berät Sistema. Er ist auch Berater der Investment-Gesellschaft Blackstone, die einen Anteil von 4,5 Prozent an der Telekom hält.
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