Abo
  • IT-Karriere:

Australien: Jeder Bürger ein Copyright-Pirat?

Industrie warnt: Singen von "Happy Birthday" könnte zu Straftat werden

Das öffentliche Singen von "Happy Birthday" wird in Australien künftig mit bis zu 800,- Euro (1.320,- Australische Dollar) Bußgeld bestraft. Das folgt aus dem Gesetzentwurf für das neue australische Urheberrecht, der Anfang November das Repräsentantenhaus passiert hat. Die Internet Industry Association (IIA) von Australien warnt vor den Risiken für Bürger und Wirtschaft.

Artikel veröffentlicht am ,

Kann die Regierung ihre Pläne in die Tat umsetzen, wird Australien das erste Land weltweit werden, in dem jede noch so geringfügige Urheberrechtsverletzung eine Straftat darstellt, die mit Bußgeld oder Gefängnis geahndet wird. Dabei ist es dem Gesetzentwurf zufolge unerheblich, ob die Verletzung willentlich oder unwissentlich begangen wird.

Inhalt:
  1. Australien: Jeder Bürger ein Copyright-Pirat?
  2. Australien: Jeder Bürger ein Copyright-Pirat?

Anlass für den Gesetzesvorstoß ist die Umsetzung des bilateralen Handelsabkommens Australia-United States Free Trade Act (AUSFTA), das eine Anpassung der australischen Urheberrechtsbestimmungen an amerikanische Verhältnisse vorschreibt. Insbesondere ist dort die Einführung von strafrechtlichen Bestimmungen für die Umgehung von technischen Schutzmaßnahmen (Kopierschutzmaßnahmen) nach amerikanischem Vorbild vorgesehen.

Der Generalstaatsanwalt von Australien, Philip Ruddock, hatte den Gesetzentwurf mit den Worten verteidigt, er "würde unsere Gesetze fairer für die Konsumenten und härter für die Copyright-Piraten machen". Kritiker werfen der australischen Regierung jedoch vor, mit ihrem Gesetzentwurf weit über die Maßgaben aus dem Handelsabkommen hinauszugehen.

Der Vorsitzende der Internet Industry Association (IIA) von Australien, Peter Coroneos, verweist auf das Beispiel des populären Geburstagsliedes "Happy Birthday". Da "Happy Birthday" in Australien noch bis 2030 urheberrechtlich geschützt ist, stellt das öffentliche Singen in Zukunft eine Straftat dar, wenn Unbeteiligte in Hörweite sind. "Nach dem Gesetzentwurf ist das eine ungenehmigte öffentliche Aufführung, und die steht unter Strafe", so Peter Coroneos. Das Gesetz sieht dafür bis zu 1.320 Australische Dollar Strafgebühren vor. "Wenn sie davon noch ein Video drehen, riskieren sie eine weitere Strafe für den Besitz eines Gerätes, mit dem sich unzulässige Kopien herstellen lassen. Sollten sie das Video dann noch ins Internet stellen, damit andere es sehen können, ist das illegale Verbreitung, die ebenfalls mit bis zu 1.320,- Australischen Dollar Strafe bewehrt ist. Alles in allem kommen dafür bis zu 3.690 Australische Dollar Strafzahlungen zusammen", rechnet Peter Coroneos vor.

Australien: Jeder Bürger ein Copyright-Pirat? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 19,99€
  2. 124,99€ (Bestpreis!)
  3. 61,80€
  4. (u. a. Football Manager 2019 für 17,99€, Car Mechanic Simulator 2018 für 7,99€, Forza Horizon...

anett spricht... 20. Aug 2007

mit leichtigkeit einiges an "kleingeld" aufgrund der unglaublichen naivität vieler...

mini itx 01. Jul 2007

via epia mini ITX (17cm*17cm)VIA EPIA-MS 12000 heatpipe kühlung und hardware...

Basti123 21. Nov 2006

Vielen Dank, ich habe mich köstlich amüsiert, ich bin fast zusammengebrochen. Genau so...

Lucomo 21. Nov 2006

Genau! Der Spot lief teilweise im Fernsehen (MTV). Die Mutter mit ihren Kindern sang aber...

lance 21. Nov 2006

Entscheidend bei einer Veranstaltung ist - soweit ich es verstanden habe - ob die...


Folgen Sie uns
       


Proglove Scanhandschuh ausprobiert

Der Mark II von Proglove ist ein Barcode-Scanner, den sich Nutzer um die Hand schnallen können. Das Gerät ist klein und sehr leicht - wir haben es nach wenigen Minuten schon nicht mehr bemerkt.

Proglove Scanhandschuh ausprobiert Video aufrufen
Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    •  /