Qemu beschleunigt Grafik mit OpenGL

Patch unterstützt nur Linux-Host- und Gastsysteme

Ein experimenteller Patch für den freien Emulator Qemu fügt diesem Unterstützung für OpenGL hinzu. Damit funktioniert die beschleunigte Ausgabe von OpenGL-Anwendungen innerhalb eines Linux-Gastsystems. Bisher laufen jedoch nur einige kleine Programme, Xgl oder Ähnliches lässt sich noch nicht nutzen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der auf der Qemu-Mailingliste veröffentlichte Patch ergänzt den Emulator um Unterstützung für die 3D-Grafik-Schnittstelle OpenGL. Qemu emuliert die komplette Hardware und unterstützt neben der x86-Architektur auch Plattformen wie ARM und SPARC. Die Systeme werden komplett inklusive Festplatte und Grafikkarte emuliert.

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Der Patch funktioniert allerdings nur bei Verwendung von Linux als Host- und Gastsystem. Zumdem weist der Entwickler Even Rouault darauf hin, dass derzeit die interessanten Programme noch nicht funktionieren. So laufen zwar die Testanwendungen "Glxinfo" und "Glxgears", Software wie Xgl hingegen funktioniert nicht. Rouault gibt jedoch an, dass er speziell an der Unterstützung von Xgl und Google Earth arbeiten möchte.

Hierfür muss aber erst noch das komplette OpenGL-API implementiert werden. Auch die Sicherheit soll noch verbessert werden und Rouault möchte seinen Patch auf andere Unix-Systeme portieren. Der Patch fängt alle OpenGL-Befehle ab und reicht diese an den Host weiter. Hierfür wird auch eine modifizierte libGL benötigt. Qemu-Entwickler Fabrice Bellard hat bereits angekündigt, den Patch möglichst bald in Qemu aufnehmen zu wollen. Die aktuelle Version 0.8.2 des Emulators steht unter qemu.org zum Download bereit.

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