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OLPC: Erste Prototypen des 100-Dollar-Laptops sind fertig

Bildungs-Notebook für die Dritte Welt kurz vor Serienproduktion

Die Organisation "One Laptop per Child" (OLPC) meldet, dass die ersten Prototypen des als "100-Dollar-Laptop" bekannt gewordenen Geräts beim Notebook-Hersteller Quanta fertig gestellt werden. OLPC feiert dies als "Meilenstein" der Entwicklung, demnächst sollen 900 weitere Geräte für Test und zum Versand an Entwickler bereitstehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Laut OLPC wurden bisher erst zehn Prototypen des Modells "B1" gebaut. Bilder des tatsächlichen Geräts stehen nach wie vor nicht zur Verfügung - das Projekt war anfangs unter anderem wegen der Idee einer Handkurbel zum Aufladen des Akkus umstritten. Weiterhin gibt es nur Bilder von Design-Studien.

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Dennoch soll das Projekt gute Fortschritte machen. In den nächsten Tagen will OLPC eine erste vollständige Testversion des an den Geode-Prozessor angepassten Linux-Derivats zusammenstellen. Auch die Firmware des Geräts soll dann als Open Source veröffentlicht werden. Derzeit, so OLPC, gebe es mit der Ansteuerung der Hardware nur noch kleinere Probleme; wie beispielsweise einen nicht funktionierenden Eingang für analoge Audio-Signale.

Die Software ist derzeit bereits "eingefroren", es kommen also keine neuen Funktionen hinzu. Ein Webbrowser, ein Text-Editor, ein Chat-Programm und einfache Spiele wie "Memory" sollen bereits fertig sein. Nach dem ersten Build der Software will OLPC vom Notebook-Hersteller Quanta, der die OLPC-Maschinen fertigt, 900 weitere Geräte bauen lassen. Diese sollen für mechanische Tests verwendet werden, dürften also zum großen Teil kaputt gemacht werden. Ein Teil der Geräte soll aber an die in aller Welt verstreuten Entwickler geschickt werden, die sich dann um weitere Anwendungen kümmern.

Das anfangs mit großem Argwohn vor allem aus der IT-Branche betrachtete Projekt, jedem Kind in der Dritten Welt ein sehr einfach ausgestattetes Notebook für den Unterricht zur Verfügung zu stellen, wird inzwischen immer populärer, berichtet das US-Magazin "Technology Review" in der aktuellen Ausgabe mit einer achtseitigen Titelgeschichte über das Projekt.

Die Idee ist inzwischen so salonfähig geworden, dass sie auch kopiert wird. So hatte Intel - im OLPC sitzt ja ein AMD-Prozessor - im September 2006 angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 100.000 Computer an Schulen verschenken zu wollen. Intel hatte zudem ein eigenes Kinder-Notebook namens Classmate vorgestellt.

Die Initiative OLPC ist jedoch nicht nur als gemeinnützige und spendenfinanzierte Organisation aufgebaut, welche die Rechner direkt verschenkt. Vielmehr wird die Entwicklung gratis durchgeführt und die Ergebnisse werden offen gelegt. Kaufen und verteilen sollen die Rechner, die anfangs mehr als 100 US-Dollar kosten sollen, schließlich Hilfsorganisation, Entwicklungshelfer und Regierungen.

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Anonymous 16. Nov 2006

Schon richtig, aber vmware läuft schneller.

zokker 16. Nov 2006

Hätten sie ja auch gleich ein Pokerprogramm drauftun können. Wenn schon...


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