Ausblick auf VMware Workstation 6
Programm nimmt Abläufe in einer virtuellen Maschine auf
Neben dem neuen Virtualisierungsprodukt für Intel-Macs zeigte VMware auf der VMworld in Los Angeles auch einige Funktionen, die VMware Workstation 6 enthalten soll. Einen Veröffentlichungstermin für das wohl bekannteste Produkt des Software-Herstellers gibt es jedoch noch nicht.
Mit VMware Workstation lassen sich virtuelle Maschinen auf x86-Hardware unter Windows und Linux einrichten. Die letzte stabile Version 5.5 erschien Ende 2005. Für den Nachfolger Workstation 6 gibt es bisher keinen Veröffentlichungstermin, doch zumindest einen Ausblick auf die kommenden Funktionen gab VMware in Los Angeles.
Die wohl imposanteste Funktion zeigte auch bereits Dr. Mendel Rosenblum, der die Forschung bei VMware leitet, Mitbegründer von VMware ist und zusätzlich an der Stanford Universität lehrt, in seiner Keynote: Workstation 6 kann die Arbeit in einer virtuellen Maschine aufzeichnen. Stürzt dann ein Programm innerhalb der virtuellen Maschine ab, so kann VMware Workstation alle Schritte nochmals beschleunigt durchführen, so dass die Arbeit nicht verloren ist. Aber auch in der Software-Entwicklung soll dies helfen, da Anwender den Programmierern einen Schnappschuss ihrer virtuellen Maschine schicken können, falls bei einer Applikation ein nicht reproduzierbarer Fehler auftritt.
Darüber hinaus wird die nächste Version USB 2.0 komplett unterstützen, um aus virtuellen Maschinen heraus auf entsprechende Hardware zuzugreifen. Zudem lassen sich künftig maximal 8 GByte anstatt 4 GByte Speicher pro virtueller Maschine zuweisen. Neben flexibleren Shared-Folders arbeiten die Entwickler vor allem an den Drag-and-Drop- und Copy-and-Paste-Funktionen, die in VMware Workstation 6 auch unabhängig vom eingesetzten Host- und Gastbetriebssystem funktionieren sollen. Eine Datei lässt sich also beispielsweise von einem Linux-Host in einen Windows-Gast ziehen.
Hinzu kommt die Unterstützung für Windows Vista sowohl als Host als auch als Gast und Solaris 10 wird als Gastsystem funktionieren. Ferner soll VMware Workstation 6 mit mehreren angeschlossenen Bildschirmen umgehen können und Quad-Core-Maschinen unterstützen. Eine interessante Funktion für Laptop-Besitzer bietet Fusion ebenfalls: Das Hostsystem gibt Informationen über den Ladezustand der Batterie an das Gastsystem weiter, das diese dann gleichermaßen anzeigt. Arbeitet der Anwender also im Vollbildmodus mit einer virtuellen Maschine, muss er nicht fürchten, dass der Strom plötzlich weg ist.
Für die Versionen nach Workstation 6 arbeitet VMware unter anderem verstärkt an den 3D-Funktionen. So sei es denkbar, dass mit VMware Workstation 7 oder 8 auch Windows Vistas Aeroglass und 3D-Spiele innerhalb einer virtuellen Maschine laufen können, so Srinivas Krishnamurti, Director für Product Management und Business Development, gegenüber Golem.de.
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