Playstation 3: Ausverkauft, zerlegt und leicht aufzurüsten

Verkaufsstart in Japan verrät Details zur Hardware

Nach der Markteinführung der Playstation 3 in Japan am vergangenen Wochenende war die neue Konsole sofort ausverkauft. Und obwohl das Gerät noch rar ist, zückten einige Bastler den Schraubenzieher und förderten zutage, dass sich die Festplatte leicht wechseln lässt - und warum Sony immer verspricht, dass die PS3 besonders leise arbeiten soll.

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Japanischen Berichten zufolge kamen zunächst nur 80.000 Geräte in den Handel, Sony spricht von 100.000 Exemplaren. Im videospielbegeisterten Japan, wo neue Konsolen meist binnen weniger Monate eine Million Mal verkauft werden, kam es dabei zu tumultartigen Szenen vor den Läden. Wie die Spiele-Webseite Kotaku in einem Video festgehalten hat, mussten Ordner mit Megafonen die Massen beruhigen, die sich teils Stunden vor Ladenöffnung angestellt hatten.

Die eher auf Technik fixierten Redakteure von PC Watch ließen es sich nicht nehmen, ihre neue Konsole sofort zu zerlegen, und haben den Prozess und die Einzelteile in zahlreichen Bildern festgehalten. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Festplatte der PS3 seitlich in einem wie bei Notebooks gestalteten Einschub montiert ist. Damit dürfte sich der Massenspeicher so leicht auswechseln lassen, wie Sony es versprochen hat. Die Festplatte ist sogar mit einem Bügel versehen, um sie aus dem Gehäuse zu ziehen. Da bisher nur Modelle mit bis zu 60 GByte Kapazität verfügbar sind, ist die Verlockung groß, eine andere 2,5-Zoll-Platte einzubauen, die mit bis zu 160 GByte zu haben sind. Inwieweit Sony dies etwa durch ein verschlüsseltes Dateisystem behindert, ist den ersten Berichten nicht zu entnehmen.

Wie ein Blick auf das Mainboard der PS3 zeigt, hat Sony - wie schon bei der PS2 - einen Teil der Hardware des Vorgängermodells schlicht in die Konsole integriert. Einer der Chips trägt die Aufschrift "EE+GS", was auf CPU und GPU namens "Emotion Engine" und "Graphics Synthesizer" der PS2 deutet. Offenbar sind diese Bausteine nun in einen Halbleiter integriert worden. Der neue Grafikchip "RSX" ist im Layout wie eine Notebook-GPU konstruiert und von einem lokalen Speicher in Form von vier Chips umgeben. Der RSX und der Cell-Prozessor werden über insgesamt fünf Heatpipes gekühlt. Diese sind in einen gemeinsamen Kühlkörper integriert, der im Boden der Konsole sitzt.

In der Mitte dieses Aluminiumblocks sitzt auch ein einzelner Lüfter, der nach den Bildern zu urteilen mindestens 12 Zentimeter Durchmesser besitzt. Er saugt Luft von der Unterseite der Konsole an und bläst sie über die Seiten und die Rückwand der Konsole nach außen. Sony hatte immer wieder betont, dass die PS3 - im Gegensatz zur Xbox360 - äußerst leise sein soll. Das scheint durch das Kühlkonzept auch möglich zu sein - allerdings sollte man die Konsole mit dieser Konstruktion wohl nicht auf einem dicken Teppich betreiben, der die Ansaugöffnungen verstopfen könnte.

Der nächste Marktstart der Playstation3 ist für den kommenden Freitag, den 17. November 2006 in den USA geplant. In Europa kommt die Konsole erst im März 2007 auf den Markt, ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Auch Eigenimporte werden zunehmend schwierig, hatte doch mit Lik-Sang einer der größten internationalen Versender auf Druck von Sony den Geschäftsbetrieb eingestellt.

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evil_death 01. Dez 2006

Du bist so lächerlich und primitive. Das is echt nich mehr schön.

evil_death 01. Dez 2006

Oh je. Sowas kann nur von nem PC-wixxer kommen. WOW diese anspruchslose kinderscheiße!

Bibabuzzelmann 15. Nov 2006

Die Microwellen Funktion soll ja vorhanden sein, jo eigentlich ein nettes Ding lol

Moebius 15. Nov 2006

Was'n das für'n Schwachsinn. Der Schrauben-an-zieher hat genauso eine Berechtigung wie...



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