Supercomputer Top 500: Zweitschnellster Rechner mit Opterons
Für die Top-500-Liste wird der Standard-Benchmark "Linpack" verwendet, die Ergebnisse werden in TeraFlop pro Sekunde (TFlop/s) angegeben. Obwohl die endgültige Liste noch nicht vorliegt, zeigen schon die Top Ten einen klaren Trend: Die jahrelange Vormacht der Power-Prozessoren von IBM schwindet. So lag der von Cray gebaute Rechner "Red Storm" der Sandia National Labs in den USA vor sechs Monaten noch auf Platz 9, heute ist die Maschine aus 26.544 Dual-Core-Opterons bis auf den zweiten Platz vorgestoßen. Der Sprung ist für die laufenden Optimierungen und Erweiterungen – unter anderem Dual-Cores statt Single-Cores – für Supercomputer nicht ungewöhnlich.
Dennoch ist Red Storm mit 101,1 TFlop/s gegenüber dem Spitzenreiter weit abgeschlagen. Der heißt weiterhin BlueGene/L, stammt von IBM, erreicht 280,6 TFlop/s und arbeitet mit 131.072 Power-Prozessoren. Auch auf Platz drei steht eine BlueGene-Maschine namens BGW, sie erreicht 91,2 TFlop/s. Alle diese Rechner, und auch die Nummer 4, stehen in den USA – erst auf Platz 5 steht Europas schnellster Rechner. Der "MareNostrum" des Barcelona Supercomputing Center in Spanien besteht aus 10.240 Power-PC-Prozessoren und kommt auf 62,63 TFlop/s. Die Rechenleistung der Supercomputer fällt damit im Verlauf der Liste weiterhin stark ab, und auch die Dominanz der USA ist ungebrochen: Über 300 der 500 schnellsten Rechner der Erde stehen dort, nur 19 kommen aus Deutschland.
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