Europäischer Verband der Spieleentwickler gegründet

In der EGDF vereinte nationale Verbände fordern mehr Anerkennung

Zu der steigenden Zahl an lokalen, nationalen und globalen Verbänden der Spieleindustrie gesellte sich in dieser Woche der European Game Developers Federation (EGDF). Der am 10. November 2006 gegründete Spieleentwickler-Verband will sich für einen starken, vielfältigen und kreativen europäischen Spielentwicklungssektor einsetzen, der vor allem auch kulturelle Anerkennung erhält.

Artikel veröffentlicht am ,

Die EGDF hat ihren Hauptsitz im schwedischen Malmö, die offizielle Gründung erfolgte jedoch in Paris. Zu den Mitgliedern des neuen europäischen Spieleentwickler-Dachverbandes zählen Tiga (Großbritannien), APOM (Frankreich), GAME e.V. (Deutschland/Österreich), BGIn (Benelux), Producentenveringen (Dänemark), Spelplan (Schweden) und Neogames (Finnland).

Der Verband repräsentiert damit laut eigenen Angaben etwa 500 Studios, die in Österreich, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und den nordischen Staaten zusammen über 15.500 Mitarbeiter beschäftigen.

Als deutscher Vertreter will Malte Behrmann, Geschäftsführer Politik des deutschen Verbandes GAME, in seiner Rolle als EGDF-Generalsekretär die Geschicke des neuen Verbandes maßgeblich mitbestimmen. Gegenüber Golem.de erklärte Behrmann, dass es die EGDF zwar vorher schon als lose Gruppierung gegeben hätte und seit Februar 2006 auch eine gemeinsame Website existiert. Mit der Gründung als Genossenschaft schwedischen Rechts soll nun jedoch die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene vorangetrieben werden; laut Behrmann geht es um eine gemeinsame Europapolitik.

"Die Zeiten rasanter Globalisierung bedeuten für die europäische Spielindustrie bemerkenswerte Erfolge, aber auch große Herausforderungen", so EGDF Chairman Fred Hasson. "Immer mehr Länder erkennen den Wert von Videospielen als kulturelles Medium und dessen ökonomische Bedeutung, die Kreativität und neue Technologien zusammenführt. Ein nachhaltiger Politikansatz schließt auch die Unterstützung der lokalen Industrie ein. Die EGDF-Mitglieder sind der Meinung, dass Europa schnell reagieren muss, um im Rennen zu bleiben, insbesondere müssen Fertigkeiten ausgebildet und die technologische Forschung und Entwicklung unterstützt werden."

Die EGDF hat sich für 2007 drei Hauptziele gesetzt: Zuerst gelte es, sich als Repräsentant der europäischen Entwickler einzuführen - und als Lobby-Verband mit europäischen Politikern in Diskurs zu treten. Außerdem würden Maßnahmen geplant, welche die Entwicklung von Computer- und Videospielen als kulturelles Medium pädagogisch fördern und mit Informationen und Training stärken. Des Weiteren soll der Austausch unter den Entwicklern verbessert werden. Und schließlich will man die vereinigte Verhandlungsstärke auch zu Gunsten der einzelnen Mitgliedsfirmen nutzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


eXus 30. Nov 2006

Hey Leute, ich mache in der Schule einen Vorrtrag über WoW. Und jetzt brauche ich ein...

Janko Weber 16. Nov 2006

DEMOKRATIE ist nicht mehr verfügbar; schade eigentlich. mfg Janko (Terror...

Janko Weber 13. Nov 2006

Versuchst Du mir irgendetwas wichtiges mitzuteilen? Ich bin nicht hier um mir "Freunde...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. AVM: Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht zum Einsatz
    AVM
    Huawei-Patent kommt in Fritzboxen nicht "zum Einsatz"

    Huawei hat einen großen Patentpool zu Wi-Fi 6. Fritzbox-Hersteller AVM hat die Patente nach eigenen Angaben in seinen Wi-Fi-6-Routern nicht genutzt, will sie aber dennoch für ungültig erklären lassen.

  2. LTE: Kaum weniger Funklöcher in Deutschland
    LTE
    Kaum weniger Funklöcher in Deutschland

    Während bei 5G viel ausgebaut wurde, haben die Netzbetreiber zu wenig LTE-Funklöcher geschlossen. Das ergab zumindest eine Auswertung von Verivox.

  3. E-Corner: Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken
    E-Corner
    Hyundai entwickelt Klappräder zum seitlichen Einparken

    Die Hyundai-Tochter Mobis präsentiert eine Technik, mit der sich die Autoräder seitlich drehen lassen, um das parallele Einparken zu erleichtern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /