D-Bus 1.0 ist fertig
Das D-Bus-System bietet eine Bibliothek, mit der zwei Programme miteinander kommunizieren können. Ein Daemon ermöglicht außerdem die Kommunikation zwischen mehreren Anwendungen, wobei er auch Nachrichten an andere Applikationen weiterleiten kann. Via D-Bus können Applikationen unterschiedlicher Programmiersprachen oder Systeme miteinander kommunizieren. So wird beispielsweise KDE sein Desktop Communication Protocol (DCOP) künftig durch D-Bus ersetzen, auch um es KDE-Applikationen zu erlauben, besser mit anderen Systemen zusammenarbeiten zu können, da D-Bus-Bindings für viele Programmiersprachen wie Java, Python, Perl und Mono existieren. Auch GNOME nutzt D-Bus.
Mit dem Erscheinen der Version 1.0.0 verfügt D-Bus nun über ein stabiles API (Application Programming Interface) und ABI (Application Binary Interface). Applikationen, die dynamisch gegen die Bibliothek libdbus gelinkt sind, sollen damit auch auf Dauer mit den jeweils aktuellen D-Bus-Versionen funktionieren.
Das Protokoll soll nicht mehr grundlegend verändert werden, Erweiterungen sind aber auch in Zukunft möglich. Jeder Nachrichten-Bus sollte daher mit jedem künftigen Client zusammenarbeiten. Sofern es zu Änderungen am API der D-Bus-Bibliothek kommt, die zu einer Inkompatibilität führen, werden die entsprechenden Komponenten umbenannt, so dass es immer möglich sein soll, eine Applikation gegen eine ältere API-Version zu kompilieren.
Die D-Bus-Entwickler wollen auf diesem Weg dafür sorgen, dass das D-Bus-API so stabil wie möglich ist.
D-Bus 1.0.0 steht ab sofort unter freedesktop.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.