Golem.de-Leser verschmähen den Internet Explorer 7
Bereits bevor die deutsche Fassung des Internet Explorer 7 erschienen ist, haben 15 Prozent der Anwender mit Hang zu Microsofts Browser die Neufassung eingesetzt. Seitdem wuchs der Anteil gerade mal um 2 Prozentpunkte auf 17 Prozent. Golem.de-Leser, die auf den Internet Explorer schwören, bleiben demnach lieber mehrheitlich bei der Vorversion, die weiterhin einen Anteil von über 80 Prozent ausmacht.
Der gering ausgeprägte Wechselwille der Internet-Explorer-Nutzer kann verschiedene Gründe haben. Vielfach greifen diese Nutzer von Firmen-PCs auf das Internet zu. Solche Systeme können meist nicht von den Mitarbeitern aktualisiert werden, so dass diese Aufgabe den Administratoren obliegt. Üblicherweise wird neue Software in Firmennetzwerken erst umfangreich auf Verträglichkeit geprüft, bevor diese eingespielt wird. Somit wäre es denkbar, dass die große Wechselwelle zum Internet Explorer 7 erst noch bevorsteht.
Ein weiterer Grund könnte darin liegen, dass sich die Internet-Explorer-Nutzer ohnehin weniger für Browser und deren Möglichkeiten interessieren. Sie verwenden schlicht und ergreifend den Internet Explorer, weil er mit dem Betriebssystem ausgeliefert wird. Solche Nutzergruppen installieren sich eher selten neue Programmversionen. Hier verhält sich die Fan-Gemeinde von Firefox prinzipbedingt deutlich aktiver, was auch den schnellen Wechsel auf die neue Version erklärt.
Voraussichtlich im November 2006 wird Microsoft den Internet Explorer 7 als wichtiges Update über die Update-Funktion von Windows verteilen. Wer die automatisierte Einspielung des neuen Browsers verhindern möchte, kann dies mit einem Blockade-Werkzeug(öffnet im neuen Fenster) dauerhaft unterbinden. Ansonsten wird der Internet Explorer 7 automatisch aufgespielt, so dass sie der neuen Version nicht entrinnen können. Ein aktiver Wechsel, wie es bei Firefox 2.0 der Fall war, kann dann nicht mehr angenommen werden.
Seitdem Golem.de vor genau einer Woche die Wechselfreudigkeit der Firefox-Nutzer dokumentierte, hat sich viel getan. Am heutigen 10. November 2006 hat Firefox 2.0 erstmals einen Anteil von 60 Prozent unter den Firefox-Nutzern von Golem.de überschritten.
Insgesamt besuchen mehr als die Hälfte der Golem.de-Leser die Seite mit Firefox in allen Versionen. Dahinter folgt der Internet Explorer mit einem Anteil von rund 35 Prozent. Opera pendelt sich weiterhin bei einem Anteil von 6 bis 7 Prozent ein und belegt damit den dritten Platz. Auf dem vierten Rang folgen die Safari-Anwender mit 2 bis 3 Prozent.
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