GameStop: Angriff auf die Spiele-Fachhändler

Nachdem GameStop letztes Jahr viele Xbox-360-Vorbestellungen nicht erfüllen konnte, ist man zudem vorsichtiger geworden: In den USA dauerte die Pre-Order-Phase für das Wii gerade mal einen Tag. Das deutsche Ladenpersonal des Konzerns gilt als durchaus freundlich und kompetent. Mit dem überzeugten Spielespezialisten, der seit Jahren seinen eigenen Laden führt, kann es unseren Stichproben nach aber nicht mithalten. Befremdlich auch, dass in den Regalen einen Tag vor Verkaufsstart noch Bully-Vorbestellungspackungen stehen, auch wenn das neue Spiel von Rockstar Games (GTA San Andreas) in ganz Europa längst in "Canis Canem Edit" umgetauft wurde.

Marktmacht in Rot und Blau

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GameStop ist sicher eine Gefahr für kleinere Fachhändler. Doch es gibt auch noch den "großen Roten" samt seiner blau gefärbten "Geiz ist geil"-Schwester. Media Markt/Saturn sorgen (je nach Hersteller) für 40 bis 60 Prozent der Spieleverkäufe in Deutschland. Der jede Woche aufs Neue wirksame Trick: Attraktive Midprice-Produkte, insbesondere Computerspiele, werden in Tageszeitungsbeilagen extrem günstig beworben. Verkaufspreise unter dem EK lohnen sich, wenn die Angelockten vor Ort fleißig sonstige Produkte erwerben.

Das sieht auch Playcom-Geschäftsführer Wolfgang Myrth so: "Computer- und Videospiele sind für einen Elektronik-Großmarkt oft nur Frequenzbringer." Auf GameStop bezogen folgert Myrth: "Die müssen mit Computer- und Videospielen sowie Zubehör Geld verdienen, also kann die Kette nicht ständig Top-Titel unter oder zum Einkaufspreis verkaufen." Und Game-World-Geschäftsführer Michael Kattillus bekennt: "Ich mache nicht gerade Freudensprünge, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage und mal wieder einen Media-Markt-Prospekt mit erstaunlich günstigen Spielepreisen sehe. Wir verkaufen dennoch aktuelle Top-Spiele gut, wenn auch nicht mit so hohen Stückzahlen wie früher. Wir haben aber ja auch eine ganz andere Ausrichtung als die großen Ketten, wir setzen auf eine breite Spielevielfalt. Mit der kann ein Media Markt, und ich denke auch ein GameStop, einfach nicht mithalten."

Mit Herzblut und Beratungskompetenz

Ist der kleine, engagierte Spielehändler überhaupt noch überlebensfähig? Günther Groß ist zutiefst pessimistisch in dieser Frage: "Sicher ist es was anderes, wenn bei einem kleinen Fachhändler der Inhaber selbst hinter dem Tresen steht und mit Herzblut bei der Sache ist. Aber auf Dauer lässt sich dieser Konkurrenzkampf schwer überleben. Zumal die kleinen Händler auch kaum in den Genuss von Giveaways oder sonstigen unterstützenden Maßnahmen kommen." Wolfgang Myrth blickt selbstsicher in die Zukunft: "Der Preis ist nicht der ausschlaggebende Faktor! Viel wichtiger sind Themen wie Sortimentsbreite, Warenverfügbarkeit, Kompetenz der Mitarbeiter, Beratung und Flexibilität. In diesen Bereichen sind unsere Facheinzelhändler heute schon hervorragend aufgestellt und kaum angreifbar."

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Nasenbör 10. Nov 2006

Wieviele Stichproben hat es denn gegeben?

Technikfreak 09. Nov 2006

Die neuesten Online-Spiele kannst du ohnehin nicht weiterverkaufen, da eine...

Aussteiger 08. Nov 2006

Ausstieg bei Golem? kk

TigerPixel.DE 08. Nov 2006

Und die Verpackungen sind meistens sehr viel aufwendiger gestaltet, obwohl sich dies in...



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