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Spieletest: Ridge Racer 2 - Add-On-Raserei zum Vollpreis

Neuer Rennspieltitel für die PSP. Ridge Racer gehörte zu den ersten verfügbaren Spielen für Sonys Playstation Portable und war für einen Großteil der PSP-Käufer auch der erste Titel, den sie sich zulegten. Die Verkaufszahlen fielen da dementsprechend zufrieden stellend aus, so dass sich Namco mit einem zweiten Teil nicht lange Zeit ließ; schade nur, dass der im Grunde nur wie ein Add-On wirkt, das zum Vollpreis verkauft wird.
/ Thorsten Wiesner
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Die Ridge-Racer-Reihe spaltete die Rennspiel-Fans schon immer in zwei Lager: Den einen fehlten Realismus und Simulationsaspekte, die anderen hatten dafür umso mehr Spaß, ständig durch Kurven zu driften und so die eigene Nitro-Anzeige immer wieder aufzuladen. Ridge Racer 2 ändert am bekannten Spielprinzip natürlich nichts: Immer noch heißt es, so viel wie möglich zu schlittern, auf der Geraden den Boost zu zünden und den Kontrahenten – die meist brav der Ideallinie folgen – den Auspuff zeigen.

Zentrales Spielelement ist die World Tour, die einen über diverse, sich aber auch schnell wiederholende Kurse führt; Rennerfolge schalten dabei weitere Turniere mit höherer Schwierigkeit, aber auch neue Strecken frei. Die dürften vielen Ridge-Racer-Spielern übrigens durchaus bekannt vorkommen – viele der insgesamt 21 Kurse wurden einfach aus Spielen wie Ridge Racer 4 oder Rave Racer von den stationären Konsolen übernommen und nur in optischer Hinsicht ein wenig variiert.

Wer keine Lust auf die komplette Tour hat, kann natürlich auch ein schnelles Rennen fahren, seine Fahrkünste via WLAN mit Freunden messen oder auch den neuen Survival-Modus ausprobieren, in dem nach jeder Runde der Letzte ausscheidet. Der Fuhrpark deckt sich größtenteils mit den Autos aus dem ersten PSP-Ridge-Racer, und auch technisch hat sich nur wenig getan – allerdings beeindruckte ja schon das alte Ridge Racer mit schicker Optik und ansehnlichen Verwischeffekten. Der von Elektroklängen dominierte Soundtrack ist und bleibt hingegen Geschmackssache.

Ridge Racer 2 für PSP ist bereits im Handel erhältlich und kostet knapp 50,- Euro.

Fazit:
Ridge Racer 2 für die PSP ist – wie schon der Vorgänger – zweifellos ein rundum gelungenes Rennspiel: Sehr ansehnliche Präsentation, einfache Bedienung und ein gutes Geschwindigkeitsgefühl gehören zu den klaren Stärken des Spiels. Angesichts der Tatsache, dass die Strecken fast ausschließlich aus älteren Ridge-Racer-Titeln recyclet wurden und sich auch inhaltlich so gut wie nichts geändert hat, hinterlässt das Ganze trotzdem einen leicht faden Beigeschmack; eine Veröffentlichung zumindest zum Mid-Price wäre da die fairere Option gewesen.


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