Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Foneros sollen Mobilfunkern das Leben schwer machen

WLAN-Netzwerkgründer Varsavsky mit großen Plänen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung hat sich Martín Varsavsky zu den Zukunftsplänen des WLAN-Netzes FON geäußert. Man wolle damit ein Angebot aufziehen, das die Handy-Netzbetreiber zu drastischen Preissenkungen bei den Datentarifen zwingen soll, so der Plan.
/ Andreas Donath
40 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Martín Varsavsky sagte gegenüber der Berliner Zeitung, dass die Mobilfunkfirmen ihre Kunden bei der Nutzung von Datendiensten ausnehmen würden. Mit dem FON-Netzwerk könnte bei stärkerer Verbreitung ein Konkurrenzdienst aufgezogen werden. Die aktiven Teilnehmer des Netzes erhalten einen WLAN-Router, der Bandbreite seines Breitbandanschlusses den Kunden des Systems öffentlich zur Verfügung stellt. Wer selbst teilt, kann überall auf der Welt die Fonero-WLAN-Infrastruktur kostenlos mitnutzen – andere Nutzer zahlen dafür.

Er wolle mit dem Dienst die Mobilfunkindustrie dazu bewegen, die Kosten ihrerseits deutlich zu senken – ungefähr auf Festnetzniveau, so Varsavsky gegenüber der Zeitung. Die zeitlich begrenzte, kostenlose Abgabe der WLAN-Router habe in Deutschland dem Netzwerk 10.000 Neumitglieder gebracht – bald habe man hier zu Lande die Telekom bei der Anzahl von Hotspots überrundet, ist sich Varsavsky sicher. Die eigentlich bis zum 3. November 2006 begrenzte Aktion mit dem Fon-eigenen WLAN-Router "La Fonera" wurde nun bis zum 8. November 2006 verlängert, weil die Produktionsmenge gesteigert werden konnte.

Bis Ende 2006 erwartete man weltweit eigentlich nur 25.000 WLAN-Kommunarden – es zeichnet sich jedoch ab, dass es 125.000 sein werden. 2008 könne er sich eine Million Hotspots weltweit vorstellen. Ab der Hälfte erreiche das Unternehmen erst seine Gewinnschwelle, verriet Varsavsky der Berliner Zeitung.


Relevante Themen