Abo
  • Services:

Was bringt die Verfolgung von GPL-Verletzungen?

Harald Welte: Offen gelegter Code ist eigentlich nicht zu gebrauchen

Mit seinem Projekt "GPL-Violations.org" hat Harald Welte mit Hilfe von Nutzern diverse GPL-Verletzungen aufgetan und mit rechtlichen Mitteln so manchen Hersteller dazu gebracht, seinen Quelltext zu veröffentlichen. Doch obwohl das Projekt auf rechtlichem Terrain praktisch immer erfolgreich war - der so befreite Code ist in aller Regel nutzlos, so Welte.

Artikel veröffentlicht am ,

So habe die Verfolgung von GPL-Verletzungen zwar strukturell einiges bewegt und das Bewusstsein auf Seiten der Hersteller geschärft, doch einen direkten Nutzen für die Software, nicht die Softwarebewegung dahinter, hatten die Bemühungen nicht, resümiert Harald Welte in seinem Blog.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Leingarten
  2. HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim

Er habe noch keinen GPL-Code von Embedded-Anbietern gesehen, der nützlich war und in das jeweilige Projekt zurückgeflossen sei oder gar ein neues angeschoben hätte, so Welte. Schuld sei die zumeist extrem schlechte Code-Qualität. Dass dabei keine Coding-Standards eingehalten werden, sei zu verschmerzen, problematisch sei vielmehr, dass existierende Standard-APIs ignoriert werden und stattdessen das Rad neu erfunden wird. Auch Portabilität stehe in aller Regel nicht auf der Agenda - Dinge wie SMP, DMA-sichere Allokationen, Endian-Fragen oder das Thema 32 bzw. 64 Bit.

Bei dem Code handle es sich um "Wegwerf-Software", das Gegenteil der langfristigen Ziele im Bereich freie Software und Open Source, findet Welte deutliche Worte. Er würde sich schämen, wenn sein Name mit solchem Code in Verbindung gebracht würde. Manager, die solchen Code auch noch mit großen Worten ankündigten, würden sich lächerlich machen. Das sei, als wenn das Gekritzel eines Dreijährigen als neues Werk von Picasso gefeiert würde.

Unter dem Strich sei es daher ein Mythos, dass Linux und andere freie Software im Embedded-Markt wegen seiner Stabilität und guten Wartbarkeit genutzt werden. Für die Hersteller gehe es nur darum, nicht für jedes einzelne Gerät Lizenzkosten abführen zu müssen. Andernfalls müsste man sauberen Code finden und es müsste regelmäßige Sicherheits-Updates geben. In der Realität sei aber fast jedes der Produkte ein Sicherheitsalbtraum.

Seine Bemühungen, GPL-Verletzungen aufzudecken und zu verfolgen, will Welte deshalb aber nicht einstellen, erklärt Welte. Er habe nie erwartet, dass der so befreite Code wirklich nützlich ist. Die Durchsetzung der GPL bleibe weiterhin wichtig.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 32,95€
  2. (-83%) 8,50€
  3. 4,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)

Der Kaiser! 11. Sep 2010

Es gibt auch noch Prestige und Spass.

Udo Stenzel 04. Nov 2006

Obendrein ist sie illegal. Und zwar deshalb, weil die GPL den Quellcode ausdrücklich...

Udo Stenzel 04. Nov 2006

Das ist _kompletter_ Unfug. So entstehen Gerüchte, die nachher in ein Gerichtsverfahren...

lalalala 03. Nov 2006

Ja, und die GPL würde irgendwann untergehen, weil jeglicher freier Code komerzialisiert...

tan1 02. Nov 2006

Das ist falsch. Ich rede mir in meiner Firma den Mund fusselig, Teile unserer Software...


Folgen Sie uns
       


LG V50 mit Dualscreen - Hands on (MWC 2019)

LG hat auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona das 5G-fähige Smartphone V50 Thinq gezeigt. Passend dazu gibt es eine spezielle Hülle, die sich Dual Screen nennt. Darun befindet sich ein zweites Display, das sich parallel zum normalen Smartphone-Display nutzen lässt.

LG V50 mit Dualscreen - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test: Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test
Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro

Die Geforce GTX 1660 Ti von Zotac ist eine der günstigen Grafikkarten mit Nvidias Turing-Architektur, dennoch erhalten Käufer ein empfehlenswertes Modell: Der leise Pixelbeschleuniger rechnet praktisch so flott wie übertaktete Modelle, braucht aber weniger Energie.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Chip der Geforce GTX 1660 Ti ist überraschend groß
  2. Deep Learning Supersampling Nvidia will DLSS-Kantenglättung verbessern
  3. Metro Exodus im Technik-Test Richtiges Raytracing rockt

XPS 13 (9380) im Test: Dell macht's ohne Frosch und Spiegel
XPS 13 (9380) im Test
Dell macht's ohne Frosch und Spiegel

Und wir dachten, die Kamera wandert nach oben und das war es - aber nein: Dell hat uns überrascht und das XPS 13 (9380) dort verbessert, wo wir es nicht erwartet hätten, wohl aber erhofft haben.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Mit Ubuntu Dell XPS 13 mit Whiskey Lake als Developer Edition verfügbar
  2. XPS 13 (9380) Dell verabschiedet sich von Froschkamera

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

    •  /