Xbox 360: Nun mit 1080p, XNA und überarbeitetem Xbox Live
Rund 85 neue Funktionen und Verbesserungen verspricht Microsofts Xbox-360-Team mit der Aktualisierung der Firmware und der Überarbeitung von Xbox Live hinzugefügt zu haben. Das Update ist kostenlos mittels Xbox 360 über eine Internetanbindung und Xbox Live zu beziehen.
Die neu hinzugekommene Auflösung von 1080p (1.920 x 1.080 Pixel progressiv) ist eher für diejenigen interessant, die sich das HD-DVD-Laufwerk zulegen wollen. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass die 1080p bei der HD-DVD-Wiedergabe nur über den VGA-Ausgang zur Verfügung stehen werden. Über den Komponenten-Videoausgang bleibt es bei 1080i, sobald es um die HD-DVD-Wiedergabe geht.
Bei Spielen kann sowohl über VGA als auch über Komponente mit bis zu 1080p gespielt werden, allerdings wurden für 1080i und 1080p noch keine Spiele angekündigt. Die Hardwareleistung dürfte nicht ausreichen, um wirklich anspruchsvolle Grafik in dieser Auflösung darstellen zu können. Ebenfalls neu: Die Xbox 360 unterstützt nun auch HDTV-Bildschirmmodi mit 50 Hertz.
Nachdem sich die Xbox-360-Kunden selbst Videostreaming-Anwendungen um die Windows-Software Media Connect gestrickt haben, um die Xbox 360 mit allerlei Videodateien füttern zu können, hat Microsoft nun endlich die Videostreaming-Möglichkeiten der Xbox 360 erweitert. Zwar weigert sich Microsoft leider immer noch, der Xbox 360 zusätzliche Codecs beizubringen, dafür lassen sich aber nun WMV-Videos nicht mehr nur über Windows Media Connect, sondern auch über den gerade erschienenen Windows Media Player 11 vom Windows-PC zur Xbox 360 streamen. Eine Windows Media Center Edition ist nun nicht mehr vonnöten, ein Windows XP mit Service Pack 2 reicht nun.
Neu ist auch die Möglichkeit, WMV-, MPEG-2- und MPEG-1-Videodaten mit der Xbox 360 direkt von selbst gebrannten CDs, DVDs, USB-2.0-Speichermedien sowie Xbox-360-Speicherkarten abspielen zu können. Unterstützt werden, zumindest bei WMV, Auflösungen bis 1080p.
Xbox Live Arcade wurde ebenfalls überarbeitet: So können nun auf Wunsch kostenlose Testversionen von neu erschienenen Spielen automatisch heruntergeladen werden, eine Suche entfällt. Die mit 20 GByte recht kleine Festplatte dürfte da allerdings über kurz oder lang zu einem Problem werden. Gerüchte über eine 100-GByte-Festplatte für die Xbox 360 hat Microsoft nicht bestätigen können. Bei der PlayStation 3 will es Sony Computer Entertainment seinen Kunden ermöglichen, selbst handelsübliche Festplatten ein- und ausbauen zu können. Bei der Xbox 360 ist das nicht vorgesehen, auch wenn Bastler schon eigene Lösungen ersonnen haben.
Weiterhin soll die persönliche Xbox-Live-Arcade-Spielesammlung nun schneller angezeigt und einzelne Titel daraus können sofort gespielt werden – das gilt auch für gerade erst erworbene bzw. heruntergeladene Spiele. Damit sich Kunden in der stetig wachsenden Arcade-Spielesammlung besser zurechtfinden können, wurden neue Ordnungsoptionen wie "Kürzlich gespielt" und "Nach Kategorie" hinzugefügt. Spiele können auch weiterempfohlen werden. Über eine erweiterte Anzeige bei den Spielergebnissen soll es nun möglich sein, sich mit seinen besten zehn Freunden direkt vergleichen zu können. Auch die Anzeige der eigenen Errungenschaften wurde erweitert.
Für die mit der Windows-Entwicklungsumgebung XNA Game Studio Express bald selbst entwickelbaren Xbox-360-Spiele soll die neue Xbox-360-Firmware ebenfalls vorbereitet sein. Die Amateur-Entwickler können, sofern sie ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, ihre eigenen Spiele direkt auf der Xbox 360 über Xbox Live ausprobieren. Andere müssen selbst ein XNA-Abo abschließen, um so die Spiele anderer unter Windows kompilieren und auf der Xbox 360 ausprobieren zu können. Eine Möglichkeit, die fertigen Spiele direkt über Xbox 360 anderen zur Verfügung zu stellen, bietet Microsoft vorerst nicht an. Dazu sind andere Wege vonnöten.
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