Defekte Akkus brennen Sonys Bilanz nieder
Insgesamt muss Sony einen operativen Verlust von 20,8 Milliarden Yen (138,7 Millionen Euro) ausweisen, während 2005 noch ein operativer Gewinn von 74,6 Milliarden Yen erwirtschaftet wurde. Der Umsatz hingegen stieg auf 1,85 Billionen Yen (12,3 Milliarden Euro) und wuchs damit um ungefähr 8,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres an.
Das Umsatzwachstum stammt vornehmlich aus dem Unterhaltungselektronik-Geschäft, obwohl der Rückgang des Geschäfts mit Bildröhren auch hier zu Buche schlug. Fatal wirkten sich jedoch die Rückrufe der defekten Notebook-Akkus aus, die Sony an zahlreiche Hersteller lieferte. Die Aktion wird vermutlich ein ungefähr 51,2 Milliarden Yen (ca. 340 Millionen Euro) großes Loch in Sonys Tasche reißen. Betroffen sind weltweit ungefähr 9,6 Millionen Akkus.
Mit Computerspielen und Konsolen konnte Sony weniger Umsatz als im Vorjahr machen. In diesem Bereich sank der Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf nunmehr 43 Milliarden Yen (ca. 287 Millionen Euro) ab. Besonders rückgängige Verkäufe der PSP und die mit dem Marktstart der PS3 verbundenen hohen Kosten belasteten das Gesamtergebnis der Sparte.
Im Film-Business kann Sony zwar 12,1 Prozent mehr Umsatz als im letzten Jahr vorweisen, aber die Filme – gerade wie "Zoom" oder "All the King's Men" – haben bislang einen sehr unterdurchschnittlichen Umsatz eingespielt.
Für das Gesamtgeschäftsjahr erwartet Sony einen Nettogewinn von 80 Milliarden Yen (533 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 8,2 Billionen Yen.