Abo
  • IT-Karriere:

Unbreakable Linux von Oracle

Datenbank-Anbieter macht Red Hat Konkurrenz

Die Gerüchte, Oracle könne in Red Hats Geschäft wildern und Support für Linux anbieten, gab es schon lange. Zuletzt wurde sogar über eine eigene Linux-Distribution des Datenbank-Herstellers spekuliert. Auf der Oracle Open World brachte Larry Ellisons Keynote Klarheit: Oracle bietet ab sofort Support für Red Hat Enterprise Linux an, zu niedrigeren Preisen als Red Hat selbst.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Keine selbst entwickelte Linux-Distribution, keine Übernahme von Novell und auch kein Bündnis mit Ubuntu - stattdessen bietet Oracle ab sofort Support für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) an. Oracles Ankündigung ist dabei als direkte Kriegserklärung gegen Red Hat aufzufassen, die mit der Übernahme von JBoss in Oracles Geschäft drängten. So sprach Oracle-Chef Ellison den Konkurrenten in seiner Keynote auch direkt an: Red Hat biete nur Support für die letzte Version seiner Software und zwinge Kunden so zu Updates. Oracle hingegen will nun mit seinem "Unbreakable Linux"-Programm alles besser machen.

Stellenmarkt
  1. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
  2. Diehl Metering GmbH, Nürnberg

Der Support gilt für Red Hat Enterprise Linux sowohl in der aktuellen als auch in älteren Versionen. Zusätzlich bietet Oracle aber auch eine auf RHEL basierende Distribution zum kostenlosen Download an, wohingegen von Red Hat selbst nur der Quelltext der Enterprise-Version kostenlos zu bekommen ist. Mit CentOS gibt es allerdings bereits eine kostenlose Binärversion von RHEL, für die auch kommerzielle Support-Angebote existieren. Immer wenn Red Hat eine neue Version veröffentlicht, will Oracle den Code synchronisieren, so dass es im Grunde ein offizielles RHEL bleibe, für das Oracle nur Patches anbieten wolle, so Ellison.

Dabei ließen sich auch bestehende Installationen einfach umstellen, indem der Update Server vom Red Hat Network auf das Unbreakable Linux Network (ULN) eingestellt wird. Die niedrigste Support-Stufe kostet dabei 99,- US-Dollar pro System und Jahr und bietet Zugang zu den Updates. Für 399,- US-Dollar für ein System mit maximal zwei Prozessoren gibt es zusätzlich zu den Updates auch weltweiten 24/7-Support, für ein System mit unbegrenzter Prozessor-Anzahl verlangt Oracle 999,- US-Dollar pro Jahr. Zusätzlich gibt es den Premier-Support für 1.199,- US-Dollar bzw. 1.999,- US-Dollar pro Jahr, der auch unbegrenzte Patches für ältere RHEL-Versionen umfasst.

Neukunden gewährt Oracle bis 31. Januar 2007 einen Rabatt von 50 Prozent, Oracle-Kunden können das Support-Programm erst einmal kostenlos testen. An Oracles Unbreakable Linux sind außerdem Intel als Entwicklungspartner und HP sowie Dell als Reseller und Support-Partner beteiligt. Damit wolle man Unternehmen endlich die Dienste anbieten, die sie erwarten würden, so Ellison.

Red Hat hat auf Oracles Ankündigung bereits reagiert: Unter der Überschrift Unfakeable Linux nimmt der Linux-Distributor Stellung zu Oracles Ankündigung. So macht Red Hat darauf aufmerksam, dass RHEL-Zertifizierungen nicht gleichzeitig für Oracles Linux-Version gelten. Vielmehr gehe man davon aus, dass Oracles Version als Fork ende, der unter Umständen nicht binärkompatibel ist. Updates könnten so unter Umständen - anders als von Oracle versprochen - nicht gleichzeitig auf Oracles Enterprise Linux und auf RHEL funktionieren. Auch dieselbe Hardware-Kompatibilität sei nicht gewährleistet. Ferner versucht Red Hat mit seinen anderen Produkten zu punkten, schließlich unterstützte Oracle weder die JBoss-Produkte noch Red Hats Cluster Suite oder den Directory Server.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 37,49€
  3. 2,99€
  4. (PC-Spiele bis zu 85% reduziert)

zoechi 30. Mär 2007

Wenn Oracle Redhat erst kurz vor der Pleite übernimmt kommt es wesentlich billiger und...

UweS. 27. Okt 2006

Absolutes Laber-Fasel, wenn Deine Aussage stimmen würde, wären 90% aller größeren...

Doors 26. Okt 2006

Jetzt brauchen wir nur noch ein System, dass sich 'Doors' nennt, dann ist alles gut...

Sicaine 26. Okt 2006

Ich mein die verdienen alle only damit Kohle und ich krrebs in Foren irc etc. rum wenn...

Pickel 26. Okt 2006

Das erste, was der mal machen sollte ist ins Solarium zu gehen. Ein bisschen UV-Licht...


Folgen Sie uns
       


Escape Room in VR ausprobiert

Wir haben uns das Spiel Huxley von Exit VR näher angesehen.

Escape Room in VR ausprobiert Video aufrufen
Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  2. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt
  3. Bethesda TES Blades startet in den Early Access

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
  2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
  3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

    •  /