Telekom ändert Kundenservice und plant Gehaltssenkungen
2007 sollen rund 35.000 Mitarbeiter aus der T-Com ausgegliedert und in einer neuen Einheit "T-Service" für die technische Infrastruktur und den Kundendienst verantwortlich sein. Die heute 10.000 Stellen im Call-Center-Bereich der T-Com sollen im nächsten Jahr ebenfalls in eine eigene Einheit ausgegliedert werden.
"Dazu erwarten wir ein Entgegenkommen der Sozialpartner", betonte Heinz Klinkhammer, Personal-Vorstand der Deutschen Telekom. Die Telekom prangert die überproportional hohen Personalkosten an und deutete an, dass es in Deutschland unmöglich sei, die gleiche Zahl von Mitarbeitern bei unveränderten Konditionen zu beschäftigen.
Die Gehälter im Service- und Call-Center-Bereich seien zwischen 30 und 50 Prozent über denen des Marktes. "Wir können die betroffenen Arbeitsplätze nur dann langfristig sichern, wenn es uns gelingt, die Arbeits- und Entgeltsysteme konsequent am Marktniveau auszurichten", sagte Klinkhammer und kündigte damit indirekt Gehaltssenkungspläne an. Er appelierte an die Sozialpartner, dies mitzutragen.
Auch längere Arbeitszeiten mahnte das Vorstandmitglied an. "Nur mit substanziellen Beiträgen der Arbeitnehmerseite können wir der Arbeit im Konzern eine Chance geben. Die Alternative ist die Dekonsolidierung dieser Einheiten", so Klinkhammer weiter.
Die Entlassung von 32.000 Mitarbeitern bis zum Jahr 2008, die die Telekom mehr als 3 Milliarden Euro kostet, ist von den neuen Plänen unberührt. "Sie wird wie geplant umgesetzt. Über 2008 hinaus ist kein weiteres Personalabbauprogramm geplant", versprach Klinkhammer.
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