Linux-Backdoor verschlüsselt Sitzungen

Programm öffnet komplettes Terminal

Der Informatikstudent Amir Alsbih hat eine Demonstration einer Linux-Backdoor veröffentlicht, die als Paket-Sniffer fungiert und dabei nicht auf die Software Tcpdump angewiesen ist. Ferner stellt das Backdoor-Programm ein komplettes Terminal bereit und verschlüsselt die Sessions.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der Gedanke hinter der Hintertür war, eine Backdoor nutzen zu können, die keinen Port belegt, wenn kein Client angemeldet ist, so Alsbih gegenüber Golem.de. Dies sei das Manko der meisten verfügbaren Backdoors, womit Programme wie "netstat" diese auch anzeigen. Um nun nicht ständig einen Port geöffnet zu haben, muss die Software den kompletten Netzwerkverkehr mitschneiden, wofür normalerweise die Libcap von Tcpdump verwendet wird.

Stellenmarkt
  1. Business Partner - Schwerpunkt SAP SuccessFactors (m/w/d)
    GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme
  2. Projektmanager (w/m/d) IT Networking
    Computacenter AG & Co. oHG, Leipzig, Stuttgart
Detailsuche

Laut Alsbih ist diese Bibliothek allerdings fehlerhaft und es sei nicht effizient, ein Programm vorauszusetzen, das unter Umständen nicht vorhanden ist. Daher baute der Entwickler alle nötigen TCP- und IP-Strukturen selbst nach. Erst wenn ein Client die passenden TCP/IP-Flags an den richtigen Port sendet, wertet die Backdoor dies als erfolgreichen Authentifizierungsversuch und öffnet eine Shell, so Alsbih weiter. Dies könne auch eine Connect-Shell sein, bei der also der Server aktiv die Verbindung zum Client aufbaut, um so Firewalls zu umgehen. Ferner sei es ohne Probleme möglich, dass auf dem konfigurierten Port auch ein anderer Dienst laufe. Über die Header-Datei der Software lassen sich die verwendeten IP-Flags dabei selbst festlegen.

Ein weiteres Problem vieler Hintertüren sei, dass - wenn überhaupt - nur eine XOR-Verschlüsselung zum Einsatz komme. Diese sei jedoch zwecklos, da eine XOR-verschlüsselte Session von Forensikern ohne Probleme wiederhergestellt werden könne, erklärt Alsbih. Sein Programm setzt daher auf die GNU-TLS-Bibliothek, um sichere Sitzungen zu erstellen.

Die geöffnete Shell bietet darüber hinaus alle Funktionen eines richtigen Terminals und unterstützt so auch zeichenorientierte Programme wie Vi und Ähnliche.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    05.-09.09.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    19.-22.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Safebreaker getaufte Programm soll die nächste Generation von Paket-Sniffer-Backdoors demonstrieren, wie sie von Crackern für missbräuchliche Zwecke verwendet werden könnten. Den Quellcode stellt Alsbih auf seiner Homepage zum Download bereit. Der Informatikstudent hatte in der Vergangenheit unter anderem bereits ein Rootkit für den Linux-Kernel 2.6 sowie das passende Gegenmittel und ein Verfahren zum Aufspüren so genannter Honeypots entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


eSyp 26. Okt 2006

XOR ist in diesem fall _nicht_ sicher, da aus dem Quellcode der Schlüssel zum...

Der Fabian 24. Okt 2006

Du meinst das unvollständige Impressum?

pilif 24. Okt 2006

Hallöchen man kann software durchaus auch ohne remote shell installieren. Durch...

uch 24. Okt 2006

Genau das kann man aber auch mit der libcap machen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sparmaßnahmen
"Komplettes Chaos" nach Entlassungen bei Oracle

Auch Oracle hat einen massiven Stellenabbau begonnen. Das Unternehmen will eine Milliarde US-Dollar an Kosten einsparen.

Sparmaßnahmen: Komplettes Chaos nach Entlassungen bei Oracle
Artikel
  1. Klimawandel: SSDs sind klimaschädlicher als mechanische Festplatten
    Klimawandel
    SSDs sind klimaschädlicher als mechanische Festplatten

    Während ihrer Lebensdauer verursacht eine SSD fast doppelt so hohe CO2-Emissionen wie eine mechanische HDD.

  2. Staatstrojaner-Statistik 2020: Ermittler hacken 23 Endgeräte
    Staatstrojaner-Statistik 2020
    Ermittler hacken 23 Endgeräte

    Weniger Onlinedurchsuchungen, mehr Quellen-TKÜs: Die Staatstrojanerstatistik zeigt Einsatzschwerpunkte in wenigen Bundesländern.

  3. Microsoft Loop: Riesenkonzept mit Riesenchance auf Riesenchaos
    Microsoft Loop
    Riesenkonzept mit Riesenchance auf Riesenchaos

    Sehr unauffällig rollt Microsoft seine neue Technik Loop für die Onlinezusammenarbeit aus. Admins sollten sie jetzt schon auf dem Schirm haben, denn sie ist vielversprechend, erfordert aber viel Eindenken. Wir erklären sie im Detail.
    Von Mathias Küfner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (Gainward RTX 3070 559€, ASRock RX 6800 639€) • WD Black 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,90€ • Gigabyte Deals • Alternate (DeepCool Wakü 114,90€) • Apple Week bei Media Markt • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1TB 119€) • Gamesplant Summer Sale [Werbung]
    •  /