Microsoft gibt Sender ID zur Nutzung frei
Im Rahmen des Open Specification Promise erlaubt Microsoft die Nutzung verschiedener Techniken und Spezifikationen aus dem eigenen Hause. Neu hinzugekommen sind nun vier Sicherheitstechniken, die allesamt in der Vergangenheit von der Internet Task Force als experimentelle Request for Comments (RFC) akzeptiert wurden.
Dabei sticht Microsofts Verfahren der Sender ID heraus, an dem die Internet Task Force bereits seit längerem nicht mehr arbeitet, da die Patentansprüche seitens Microsoft nicht geklärt werden konnten. Die Sender ID sollte im Kampf gegen Spam helfen und verhindern, dass E-Mails unter falschen Adressen verschickt werden. E-Mail-Versender sollten dabei die IP-Adresse ihrer Mail-Server im Domain Name System in einem speziellen Format veröffentlichen, anhand dessen Empfänger jede E-Mail analysieren sollten, um deren Herkunft zu überprüfen.
Microsoft behauptet dabei noch immer, dass die Sender ID ein großer Erfolg sei und das Verfahren mit über 600 Millionen Nutzern eine breite Unterstützung in der IT-Industrie erfahre. Durch die Aufnahme in das Open Specification Promise möchten die Redmonder das Verfahren weiterverbreiten.
Ferner gibt es ein Framework, um die Nutzung von Absender-Domains zu autorisieren sowie eine SMTP-Erweiterung, um den Sender einer E-Mail anzuzeigen. Mit einem weiteren Verfahren lässt sich aus dem Absender entschlüsseln, wer wirklich für die E-Mail verantwortlich ist. Alle drei Spezifikationen hängen mit dem Sender-ID-Verfahren zusammen.
Microsoft hatte im September 2006 erstmals ein Versprechen abgegeben und die Nutzung von Webservices erlaubt. Mittlerweile fällt auch das Virtual-Hard-Disk-Format unter das Open Specification Promise. Laut Microsoft ist dieses abgegebene Versprechen unwiderruflich und erstreckt sich über aktuelle, aber auch über künftige Versionen der Spezifikationen. Entwickler dürfen die Spezifikationen kostenlos benutzen und auch in kommerzielle Software integrieren.
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